Champions League

Reform der Champions League: Mehr Teams, keine Gruppen & zwei Extra-Plätze

Yannik Möller
UEFA Champions League
UEFA Champions League / Visionhaus/GettyImages
facebooktwitterreddit

Die UEFA wird die Champions League ab 2024 grundlegend reformieren. Dabei stehen unter anderem die größere Teilnehmerliste und das Abschaffen der bekannten Gruppenphase im Fokus.


Die Königsklasse, wie man sie im aktuellen Verfahren kennt, wird es ab 2024 nicht mehr geben. Die UEFA zieht die anvisierten Änderungen des größten Klub-Wettbewerbs durch - wenngleich an manchen Stellen leicht abgeändert.

Die größte Veränderung geht mit der Teilnehmer-Anzahl einher. Waren es bislang 32 verschiedene Mannschaften, die in der Gruppenphase zu je viert gegeneinander angetreten sind, werden es künftig vier mehr sein. So kommen 36 Klubs in den Wettbewerb, was wiederum mehr Spiele bedeutet.

Keine Gruppenphase mehr: "Schweizer Modell" in der Champions League

Apropos mehr Spiele: Das geht auch mit der Abschaffung der klassischen Gruppenphase einher. Stattdessen wird der Verband das sogenannte "Schweizer Modell" einführen. Die grobe Erklärung: Die Teams spielen je acht Partien gegeneinander, zugelost nach Setzliste. Aus den Ergebnissen wird eine Gesamttabelle berechnet.

Daraus sollen die besten acht Klubs direkt in die Endrunde einziehen. Für die Plätze neun bis 24 geht es anschließend in die Play-Offs, wo dann die weiteren Teilnehmer ermittelt werden (via Eurosport).

Kurzum: Mehr Spiele, dadurch mehr TV-Einnahmen und Übertragungsrechte - aber auch mehr Termine und körperliche Belastung für die Spieler. Immerhin ist die UEFA von den zunächst anvisierten zehn Duellen abgerückt. Nun werden es die bereits erwähnten acht Spiele.

Zwei der Teilnahme-Plätze werden zudem gesondert vergeben. Nicht durch das gewöhnliche Abschneiden in der jeweiligen nationalen Liga, sondern über den UEFA-Koeffizienten. Das gegebene Beispiel (via Sportstudio): In der laufenden Saison hätte die Premier League den fünften Tabellenplatz und die Eredivisie den zweiten Platz als zusätzliche Qualifikation für die Champions League bekommen.

So kommen zwei Vereine in die Königsklasse, obwohl sie anhand der Qualifikations-Vergabe eigentlich nicht dabei gewesen wären. Es zählt aber immer nur die je aktuelle Saison. Historische Erfolge spielen entsprechend keine Rolle.

Die Endrunde wird übrigens im normalen Finale ausgetragen. Verbandspräsident Aleksander Ceferin hatte sich für ein "Final Four"-Modell ausgesprochen, das der Endrunde in der Corona-Saison 2019/2020 geähnelt hätte. Mit dieser Idee hat er sich jedoch nicht durchsetzen können.


Alles zur Champions League bei 90min:

facebooktwitterreddit