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Real Madrid

Real Madrid: Varane-Millionen für Koundé-Deal mit dem FC Sevilla?

Guido Müller
Soll in diesem Sommer verkauft werden: Raphael Varane
Soll in diesem Sommer verkauft werden: Raphael Varane / Soccrates Images/Getty Images
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Nach dem bestätigten Abgang des langjährigen Kapitäns Sergio Ramos könnte Real Madrid in diesem Sommer mit Raphael Varane auch noch den zweiten Stamm-Innenverteidiger verlieren. Als Ersatz für den 28-jährigen Franzosen soll bereits dessen Landsmann Joules Koundé auserkoren sein.


Die Geduld der Verantwortlichen von der Avenida de Concha Espina bezüglich der Personalie Raphael Varane scheint allmählich aufgebraucht zu sein.

Angesichts des wochenlangen Schweigens des Spielers hinsichtlich der letzten Offerte des Klubs, den im Sommer nächsten Jahres auslaufenden Vertrag zu verlängern, wollen die Königlichen selbst nun in den kommenden Tagen für Klarheit sorgen.

Heißt: Varane soll auf dem Markt angeboten werden. Die Blancos erhoffen sich von einem Verkauf des Weltmeisters von 2018 einen Transfererlös zwischen 60 und 70 Millionen Euro. Doch die Frage bleibt, ob überhaupt ein Klub bereit wäre, diese Summe zu zahlen. Immerhin wäre der Verteidiger im nächsten Sommer ablösefrei zu haben.

Varanes Berater zu Sondierungsgesprächen in Manchester

Am deutlichsten hat bislang Manchester United Interesse an Varane angemeldet. Tatsächlich soll sich Varanes Management einem Bericht des Mirror (via mundodeportivo.com) zufolge in dieser Woche zu Gesprächen mit Vereinsoffiziellen der Red Devils verabredet haben, um einen möglichen Deal zu sondieren.

Sollten beide Parteien zu einer Übereinkunft kommen, würde der Transfererlös wohl direkt in einen Nachfolger investiert werden.

Koundé als Ersatz?

Und da wird die Spur zu Varanes Landsmann Jules Koundé immer heißer. Der 22-Jährige, beim FC Sevilla noch bis 2024 unter Vertrag stehend, steht im EM-Kader der Équipe Tricolore, kam in den bisherigen beiden Spielen der bleus aber noch keine Minute zum Einsatz.

Jules Kounde
Kam bei der EURO2020 noch nicht zum Einsatz: Jules Koundé / John Berry/Getty Images

Bislang haben die Andalusier noch immer auf die Ausstiegsklausel Koundés (in Höhe von 80 Millionen Euro) verwiesen, wenn Interessenten wegen des Innenverteidigers an sie herangetreten sind. Im vergangenen Sommer hatten sie bereits eine Offerte von Manchester City in Höhe von 55 Millionen müde lächelnd als ungenügend abgelehnt.

Der Spieler selbst hat jedoch in den letzten Wochen immer wieder Statements abgegeben, die die Verantwortlichen im Estadio Sánchez Pizjuán zu einem Umdenken (sprich: Runterschrauben der Forderungen) bewegen könnten.

Koundé würde "gern für einen noch größeren Verein spielen"!

So sagte Koundé gegenüber dem französischen TV-Programm Télefoot unlängst: "Ich bin bereits bei einem großen Verein, aber natürlich würde ich gerne für einen noch größeren Verein spielen. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt, aber es ist etwas, das mich stets beschäftigt."

Deutlicher hätte er nicht formulieren können, dass der FC Sevilla für ihn nur ein Sprungbrett bedeutet, um irgendwann mal bei einem der big shots der Branche zu landen. Inwieweit solch bislang noch sanft ausgeübter Druck seitens des Spielers seine Wirkung auf dessen Vorgesetzten entfaltet, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.

Aktuell verfügt der königliche Kader mit Éder Militão, Nacho Fernández, Raphael Varane, Leihrückkehrer Jesús Vallejo und Neuzugang David Alaba über fünf Innenverteidiger.

Kaum vorstellbar, dass die Madrilenen bei einem Verkauf Varanes nicht noch mal auf dem Markt aktiv würden.

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