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Leipziger Wechselspiele: Alle wollen Nkunku - Ausstiegsklauseln bei 7 RB-Stars

Simon Zimmermann
Olmo und Nkunku sollen keine Ausstiegsklauseln besitzen
Olmo und Nkunku sollen keine Ausstiegsklauseln besitzen / Clive Brunskill/GettyImages
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Das Erfolgsmodell von RB Leipzig beruht zu einem wichtigen Teil darauf, dass sich Talente beim Vize-Meister in den Fokus der europäischen Elite spielen können. Die Bedingungen möglicher Abgänge sind oftmals bereits durch Ausstiegsklauseln klar geregelt. Beim größten Shootingstar der Mannschaft ist das aber wohl nicht der Fall.


Langsam aber sicher pirscht sich RB Leipzig wieder an die Plätze heran, die für den amtierenden Vize-Meister fast schon überlebenswichtig sind. Nach dem überzeugenden Sieg gegen den BVB vor der Länderspielpause liegt RB auf Rang fünf, mit nur noch einem Zähler Rückstand auf die Champions-League-Plätze.

Für den Klub wäre das Verpassen der Königsklasse ein Worst-Case-Szenario. Denn ohne Champions League droht der Verlust zahlreicher Topspieler.

Viele RB-Stars besitzen Ausstiegsklauseln

Ausstiegsklauseln in den Verträgen sind in Leipzig Gang und Gäbe. Im vergangenen Sommer wechselte u.a. Dayot Upamecano für eine festgeschriebene Ablöse zum FC Bayern. Wie die Sportbild berichtet haben zahlreiche weitere RB-Spieler Ausstiegsklauseln in den Verträgen, die in den kommenden beiden Jahren gezogen werden könnten.

Gut für RB, dass die Klauseln weitestgehend vor der Corona-Pandemie verhandelt wurden oder zumindest auf dem Vor-Corona-Niveau sind. Bei Lukas Klostermann, Konrad Laimer, Amadou Haidara, Tyler Adams und Brian Brobbey soll die Klausel bei rund 40 Millionen Euro liegen. Angelinos Ausstiegsklausel soll sogar 50 Millionen Euro hoch sein. Als man Anfang 2021 Dominik Szoboszlai verpflichtete soll die Klausel gar auf 60 bis 70 Millionen Euro festgelegt worden sein.


Die RB-Stars und ihre Ausstiegsklauseln im Überblick:

  • Lukas Klostermann - AK: 40 Mio. Euro - Vertrag bis 2024
  • Konrad Laimer - AK: 40 Mio. Euro - Vertrag bis 2023
  • Amadou Haidara - AK: 40 Mio. Euro - Vertrag bis 2025
  • Tyler Adams - AK: 40 Mio. Euro - Vertrag bis 2025
  • Brian Brobbey - AK: 40 Mio. Euro - Vertrag bis 2025
  • Angelino - AK: 50 Mio. Euro - Vertrag bis 2025
  • Dominik Szoboszlai - AK: 60 -70 Mio. Euro - Vertrag bis 2026
  • Dani Olmo - keine Ausstiegsklausel - Vertrag bis 2024
  • Christopher Nkunku - keine Ausstiegsklausel - Vertrag bis 2024

Bei den meisten dieser Spieler gibt es bereits einige Interessenten. An Klostermann war schon der BVB dran, die Bayern dachten über Laimer nach. Haidara sei laut der Sportbild in England begehrt. Newcastle, Everton und Tottenham sollen am Mittelfeldspieler interessiert sein. Adams soll beim FC Arsenal auf der Liste stehen.

Doch bei allen Kandidaten schreckte die hohe Ausstiegsklausel bislang ab. Was aktuell wohl auch noch für Szoboszlai gilt. Das ungarische Offensiv-Juwel wird bereits bei Atletico Madrid und Manchester United gehandelt.

RBL bei Olmo und Nkunku auf dem Fahrersitz

Die beiden Spieler die aktuell am meisten im Fokus anderer Klubs stehen haben dagegen wohl keine Ausstiegsklausel im Vertrag. Dani Olmo wird schon seit Monaten mit einem Wechsel zu Jugendklub FC Barcelona in Verbindung gebracht. Die Katalanen sollen gar auf eine Leihe im Winter mit anschließender Kaufoption hoffen.

Dani Olmo
Dani Olmo kann sich auch einen Wechsel auf die Insel vorstellen / Robbie Jay Barratt - AMA/GettyImages

Bei seinem bis 2024 gültigen Vertrag in Leipzig ist kaum vorstellbar, dass sich RB auf ein solches Modell einlassen würde. Zumal der 23-jährige Spanier auch mit einem Wechsel in die Premier League liebäugeln soll. Insbesondere Manchester United gilt als interessiert. Mutmaßlich könnte Olmo bei den Red Devils deutlich mehr Geld kassieren - und auch RB eine höhere Ablöse herausschlagen.

Nkunku kann sich vor Angeboten kaum retten

Mann der Stunde im RB-Kader ist in dieser Saison aber Christopher Nkunku. Überragende elf Tore und sieben Vorlagen hat der 23-Jährige Franzose in seinen ersten 17 Einsätzen aufgelegt. Das enorme Potenzial des PSG-Eigengewächs blitzte schon seit seinem Wechsel im Sommer 2019 durch. Nun zeigt er auch, dass er Scorerpunkte am Fließband liefern kann.

Kaum verwunderlich also, dass die Klubs Schlange stehen. Ex-Klub PSG, Real Madrid, Juventus, Man City. Alle sollen sich über Mittelsmänner bereits erkundigt haben. Aus seinem Umfeld heißt es laut Sportbild, dass sich Nkunku vor Anfragen kaum retten könne.

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Gewohntes Bild diese Saison: Nkunku beim Torjubel / RONNY HARTMANN/GettyImages

Bei einem gültigen Vertrag bis 2024 (aktuell geschätzter Marktwert: 47 Mio. Euro) winkt RB ein fetter Zahltag. Hält Nkunku diese Saison seine Form, ist auch ein neuer Rekord-Verkauf drin. Bislang hat Leipzig mit rund 60 Millionen Euro für Naby Keita die höchste Ablösesumme kassiert.

Der Klub wird bei Nkunku und Olmo spätestens im kommenden Sommer abwägen müssen. Bei den anderen Spielern mit Ausstiegsklausel sind dem Bundesligisten dagegen die Hände gebunden. Auf Nachfrage der Sportbild teilte der Klub dazu lediglich folgendes mit:

"Es entspricht unserer Transferphilosophie, junge und hochtalentierte Spieler zu verpflichten, weil wir die maximale für uns mögliche Qualität wollen. Ausschlaggebend für einen Transfer im Rahmen unserer ganzjährig stattfindenden strategischen Kaderplanung ist immer der jeweilige Fit des Spielers in unser Mannschaftsgefüge. Darüber hinaus kommentieren wir grundsätzlich weder Zahlen noch Vertragsinhalte."

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