RasenBallsport Leipzig

RB Leipzig unterstützt Pokalgegner Babelsberg finanziell

Jan Kupitz
SV Babelsberg
SV Babelsberg / Christof Koepsel/GettyImages
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Tolle Geste von RB Leipzig: Der Bundesligist verzichtet gegen den SV Babelsberg auf seinen Einnahmenanteil, um den Regionalligisten finanziell zu unterstützen.


Aufgrund seiner "Verbundenheit" zu Red Bull muss sich RB Leipzig immer wieder gehässige Kommentare anhören sowie den Vorwurf, einzig und allein aus kommerziellen Gründen zu existieren. Doch wenn es ums Geld geht, kann RBL auch anders - wie das jüngste Beispiel zeigt.

Der SV Babelsberg, auf den die Roten Bullen am Dienstagabend im Karl-Liebknecht-Stadion treffen, teilte vor Anpfiff der DFB-Pokalpartie mit, dass der Bundesligist auf seinen "Einnahmenanteil aus der Durchführung des Spiels" verzichten wird und diese dem Underdog überlässt. Eigentlich hätten den Leipzigern 45% der Einnahmen zugestanden.

"Die Pandemie hat, wie alle, natürlich auch den SV Babelsberg 03 wirtschaftlich stark getroffen. Zudem wird die Partie gegen uns zu einem Mehraufwand im Spielbetrieb führen. So mussten wir nicht lange darüber nachdenken, ob wir durch den Verzicht der Ticketerlöse den Verein unterstützen möchten", erklärte Leipzigs Kaufmännischer Leiter Sport, Florian Scholz. "Wir freuen uns, dass wir somit ein Stück weit zur Entlastung des Klubs beitragen und gleichzeitig ein positives Signal an den Amateursport senden können."

Babelsbergs Vorstandsvorsitzender Björn Laars ergänzt: "Dass wir früh gemeinsam mit unseren Gästen in einen guten, professionellen und vertrauten Austausch gehen konnten und das Angebot eines Verzichts auf die Einnahmenteilung erhielten, schaffte umso mehr Vorfreude auf Dienstagabend."

Das Karl-Liebknecht-Stadion wird mit 6.000 Zuschauern ausverkauft sein. Für den SV, der in der ersten Pokalrunde Greuther Fürth im Elfmeterschießen besiegt hat, ist es erst die dritte Teilnahme an der zweiten Runde überhaupt.

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