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RB Leipzig bleibt cool: Was wird aus Sabitzer, Forsberg und Co?

Jan Kupitz
Was wird aus Sabitzer und Forsberg?
Was wird aus Sabitzer und Forsberg? / ODD ANDERSEN/Getty Images
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Bei RB Leipzig laufen die Planungen für die kommende Saison schon auf Hochtouren. Drei Neuzugänge wurden bereits eingetütet, auf der anderen Seite verliert man Dayot Upamecano an den FC Bayern. Der Franzose dürfte laut kicker aber nicht der einzige prominente Abgang bleiben.


Josko Gvardiol (Zagreb, 16 Millionen Euro) und Brian Brobbey (Ajax, ablösefrei) wurden von den Roten Bullen bereits offiziell als Neuzugänge für die kommende Spielzeit vorgestellt, bei Mohamed Simakan (Straßburg, 15 Millionen Euro) ist der Deal ebenfalls in trockenen Tüchern - hier fehlt lediglich die offizielle Bestätigung. Hinzu kommen die Käufe von Angelino (20 Millionen Euro) und Benjamin Henrichs (15 Millionen Euro), die zunächst nur auf Leihbasis zur RBL gestoßen waren.

Macht summa summarum 66 Millionen Euro, die die Leipziger für die kommende Saison ausgegeben haben.

Auf der Gegenseite kassiert man von Borussia Mönchengladbach immerhin neun Millionen Euro für Hannes Wolf, auch Dayot Upamecano spielt eine hübsche Summe ein - wenngleich sein Ex-Klub RB Salzburg am Transfer des Innenverteidigers beteiligt wird.

Vertragsende 2022 - doch die Gespräche ruhen

Die bisherigen Transferaktivitäten zeigen, dass sich beim aktuellen Tabellenzweiten definitiv noch etwas auf der Seite der Abgänge tun wird. Und hier rücken vor allem die Spieler in den Fokus, deren Verträge 2022 auslaufen. Das sind mit Emil Forsberg, Kapitän Marcel Sabitzer, Willi Orban und Marcel Halstenberg nicht nur prominente Namen, sondern auch Spieler, die ein stattliches Gehalt beziehen.

"Sie sind wichtige Spieler für uns und haben nicht nur in dieser Saison, sondern auch in den letzten Jahren großen Anteil an unserem Erfolg", erklärt Sportdirektor Markus Krösche im Gespräch mit dem kicker. Trotzdem hat das Fachmagazin erfahren, dass die Vertragsverhandlungen mit den Stars noch nicht aufgenommen wurden - lediglich bei Orban soll es erste Gespräche mit Krösche gegeben haben. "Die nächsten Wochen werden zeigen, wie sich die Dinge entwickeln, wie sie ihre Zukunft sehen und wie wir die Zukunft angehen wollen", so der 40-Jährige geheimnisvoll.

Strategiewechsel bei RB Leipzig

Dass Krösche so entspannt bleibt, hat auch etwas mit der in Leipzig veränderten Strategie zu tun. War man in den vergangenen Jahren darauf erpicht, keinen seiner Leistungsträger mit dem Auslaufen des Arbeitspapiers ablösefrei zu verlieren, so hat sich die Denkweise diesbezüglich verändert, wie Krösche verrät: "Es kann sich auch mal ergeben, dass wir mit einem Spieler in sein letztes Vertragsjahr gehen." Zeitdruck haben die Roten Bullen also nicht.

Dennoch, so berichtet der kicker, scheint es sicher, dass die Leipziger nicht mit allen vier Stars für die Zukunft planen - aufgrund der vielen Neuzugänge und hohen Ausgaben scheint es nur logisch, sich im Sommer von mindestens einem der genannten Akteure zu trennen.

Allen voran Sabitzer fällt hier in den Fokus, schließlich soll sich der Österreicher einer großen Beliebtheit auf der Insel erfreuen. Und wie man weiß, sind die englischen Klubs gerne dazu bereit, teilweise horrende Ablösesummen auf den Tisch zu legen.

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