"Kader bekommt neues Gesicht" - Eberl über Zukunft von Olmo, Gvardiol & Co

Daniel Holfelder
Max Eberl
Max Eberl / Christof Koepsel/GettyImages
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Seit Dezember ist Max Eberl der neue starke Mann bei RB Leipzig. Der Geschäftsführer Sport muss die Weichen für die Zukunft stellen und die Personalplanungen vorantreiben. Was er in den kommenden Monaten vorhat, verriet Eberl im Interview mit dem kicker.


Zunächst musste er einräumen, dass Leistungsträger wie Christopher Nkunku und Konrad Laimer den Verein aller Voraussicht nach verlassen werden. Während es Nkunku vermutlich für 60 Millionen Euro zum FC Chelsea zieht, steht Laimer vor einem ablösefreien Wechsel zum FC Bayern.

Er sei sich bewusst, erklärte Eberl, dass die Chance auf einen Laimer-Verbleib "sehr gering ist". Dennoch wolle er alles versuchen, den Österreicher doch noch zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen. "Ich habe immer gekämpft und versucht, unmögliche Dinge möglich zu machen. Deshalb werden hierzu noch Gespräche stattfinden", kündigte der 49-Jährige an.

Gvardiol und Olmo fest eingeplant

Mit Josko Gvardiol werde es hingegen keine weiteren Gespräche geben. "Josko hat eine fantastische WM gespielt, aber der Klub hatte mit der Vertragsverlängerung im Sommer schon einen tollen Job gemacht. Da sitzen wir komplett im Driver Seat und haben keine Ambitionen, ihn im Sommer abzugeben", stellte Eberl klar. Der Kroate hatte sein Arbeitspapier im September bis 2027 ausgedehnt. Allerdings meldete die Bild-Zeitung, dass in Gvardiols Kontrakt eine Ausstiegsklausel verankert sei. 2024 soll der Innenverteidiger für 112 Millionen Euro aus seinem Vertrag aussteigen können.

Wie Gvardiol kam auch Mittelfeldmann Dani Olmo von Dinamo Zagreb nach Sachsen. Beim Spanier zeigte sich Eberl optimistisch, bald die Verlängerung des 2024 auslaufenden Vertrags verkünden zu können. "Bei Dani habe ich die Gespräche über einen neuen Vertrag von Oliver Mintzlaff übernommen", sagte er. "Unser Wunsch nach einer Verlängerung ist sehr groß, die Gespräche sind weit fortgeschritten, da gab es bereits sehr klare Aussagen. Das versuche ich, jetzt zu vollenden."

Auch zu den Spielern, von denen sich RB möglicherweise trennen möchte, äußerte sich der neue Geschäftsführer: "Da geht es nicht nur um Leistungsträger, sondern auch um arrivierte Spieler, die den Verein in den letzten Jahren getragen haben. Da wird und muss man sich in Ruhe zusammensetzen." Konkret dürften damit etwa langjährige Leistungsträger wie Yussuf Poulsen, Kevin Kampl oder Marcel Halstenberg gemeint sein.

Eberl deutete an, dass sich RB von einigen verdienten Spielern trennen werde. Er sei sich bewusst, betonte er, "dass die nächsten zwölf bis 18 Monate ambitioniert werden und der Kader ein neues Gesicht bekommen wird".


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