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"Das ist echt brutal": Stimmen zur Leipzig-Pleite gegen Donetsk

Yannik Möller
Dominik Szoboszlai nach Abpfiff
Dominik Szoboszlai nach Abpfiff / Cathrin Mueller/GettyImages
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Mit der 1:4-Heimpleite gegen Donetsk hat RB Leipzig einen weiteren Tiefschlag hinnehmen müssen. Domenico Tedesco, für den es langsam aber sicher eng wird, sah einen "brutalen" Spielverlauf. Die Stimmen zum Spiel.


Die Hoffnung, in der Champions League und somit in einem weiteren Wettbewerb einen Befreiungsschlag zu erreichen, hat sich für Leipzig am Dienstagabend recht schnell erledigt gehabt.

Stattdessen ging die Auftaktpartie in der Königsklasse gegen die Gäste von Shaktar Donetsk mit 1:4 verloren. Zwar war es ein in Teilen recht unglücklicher Spielverlauf für den Bundesligisten, doch fiel mit der weiteren Niederlage das anvisierte Erfolgserlebnis aus.

Tedesco nahezu fassungslos wegen Spielverlauf - keine Gedanken an Trainer-Diskussionen

"Es ist schwierig jetzt die passenden Worte zu finden", zeigte sich Domenico Tedesco nach dem Spiel am DAZN-Mikrofon etwas ratlos. Für den Trainer dürfte es am Mittwoch eng werden, er steht wohl vor dem Aus.

"Der Spielverlauf ist Wahnsinn. Das spiegelt vieles wieder, was wir in den letzten Wochen erleben müssen. Die Jungs wollten. Wir sind angesprintet, vorne angelaufen", betonte er eine Mischung aus Pech und einer eigentlich guten Einstellung des Teams.

Tedesco weiter: "Donetsk hat keinen Torschuss und führt 1:0. Dann laufen wir an, machen das 1:1. Nach der Halbzeit hatte ich ein ganz gutes Gefühl. Mit dem zweiten Torschuss fliegt der Ball wieder rein. Das ist brutal. Das ist echt brutal."

Domenico Tedesco
Domenico Tedesco steht in der Kritik / Cathrin Mueller/GettyImages

Bereits in der Halbzeit, aber vor allem zum Abpfiff gab es von den Rängen ein lautes Pfeifkonzert. Darin sah der Coach aber kein Problem, stattdessen zeigte er Verständnis: "Das ist ihr gutes Recht. Wenn die Fans unzufrieden sind, können sie das zum Ausdruck bringen. Das ist doch klar."

Über die mit der Pleite weiter angefeuerten Trainer-Diskussionen mache er sich indes "überhaupt keine Gedanken". Er sei enttäuscht über das Spiel, über sonstige Dinge denke er nicht nach. "Morgen sieht die Welt wieder ein bisschen anders aus. Dann werden wir wieder nach vorne schauen und uns auf Dortmund fokussieren", redete er sich selbst und seinem Team etwas Mut zu.

Gulacsi: Spielverlauf war "Wahnsinn" - Rückendeckung für Tedesco

Auch Torwart Peter Gulacsi fasste den Spielverlauf mit dem Wort "Wahnsinn" zusammen: "Ich mache einen riesen Fehler vor dem 0:1. Wir kämpfen uns zurück ins Spiel, machen das 1:1. In der nächsten Aktion bekommen wir einen abgefälschten Schuss zum 1:2. Das hat uns heute mental kaputt gemacht."

Das sei zwar keine Ausrede, so der Keeper, aber es war ein "sehr bitteres" Spiel. Immerhin sei das Team "90 Minuten auf dem Gaspedal" gewesen.

Das Wort Krise wollte Gulacsi zwar nicht in den Mund nehmen. Allerdings räumte er ein, dass man sich aktuell in einer Phase befinde, "wo vieles gegen uns läuft". Das müsse man gemeinsam angehen. Daher nahm er auch Tedesco als Trainer in Schutz: "Wenn man die Gegentore sieht, da kann der Trainer nichts dafür. Wir haben Donezk 90 Minuten hinten rein gedrückt. Wir sind erwachsene Menschen auf dem Platz."

Peter Gulacsi
Auch Gulacsi konnte die Niederlage kaum verstehen / Chris Brunskill/Fantasista/GettyImages

Xaver Schlager sah ein Spiel, das "schwierig zu erklären" war. "Wir haben uns sicherlich nicht so viele Torchancen herausgespielt, wir spielen aber auch nicht in einer Gurkenliga, sondern in der Champions League. Es ist für jede Mannschaft schwierig, wenn eine Mannschaft mit elf Mann verteidigt", war er bemüht, etwas Druck vom Team zu nehmen.

RBL sei zurzeit in "keiner optimalen Situation", so der Mittelfeldspieler. Über den Vergleich der letzten beiden Niederlagen betonte er: "Die Spiele von Frankfurt und heute kann man aber nicht vergleichen. In Frankfurt haben wir absolut verdient verloren. Heute traue ich mir nicht zu sagen, dass Donezk verdient gewonnen hat."


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