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International

Rangnick macht sich selbstständig: "Ich gründe eine Fußball-Beratung"

Yannik Möller
Ralf Rangnick agiert künftig als Berater für Trainer, Spieler und ganze Vereine
Ralf Rangnick agiert künftig als Berater für Trainer, Spieler und ganze Vereine / Boris Streubel/Getty Images
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Über die letzten Wochen und Monate wurde Ralf Rangnick mit mehreren Klubs in Verbindung gebracht, zu einer Einigung kam es nicht. Grund genug für ihn, eine andere Tätigkeit im Fußball-Geschäft zu starten, und zwar selbstständig.


Eintracht Frankfurt wurde zuletzt als womöglich interessierter Verein genannt, zuvor ging es bei Schalke 04 um ein etwaiges Comeback des Fußballfachmannes. Auch beim DFB war er zwischenzeitlich ein Thema. Gelandet ist Ralf Rangnick bisher aber noch nirgends, zu einer Einigung kam es nicht. Nun seine Idee: Er macht sich im Fußball-Business selbstständig.

"Ich habe beschlossen, mich selbstständig zu machen. Ich gründe eine GmbH, eine Fußball-Beratung", erklärte er im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Dabei werde es vorläufig auch bleiben, Anfragen dürfte es genug geben. "Mich von dieser Aufgabe wieder wegzuholen - das müsste dann schon ein ganz besonderes Angebot sein", stellte der 63-Jährige klar.

Als Trainer und Funktionär (Sportvorstand beziehungsweise Sportdirektor) hat Rangnick über die Jahre viel Erfahrung und vor allem auch Erfolge anhäufen können. Sein Konzept, einen Verein durch eine gemeinsame, auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtete Spiel-, Scouting- und Transferphilosophie anzupassen, ist bekannt.

Ralf Rangnick
Am nächsten dran schien das S04-Engagement für Ralf Rangnick zu sein / HASAN BRATIC/Getty Images

Rangnick mit Anfragen "mehrerer Trainer aus verschiedenen Ländern" - Lok Moskau bereits dabei

"Mich haben in den letzten Wochen mehrere Trainer aus verschiedenen Ländern angerufen, die sich bei mir über unser Modell bei RB Leipzig erkundigen wollten", gewährte er einen Einblick. Eine Initialzündung für seine Idee: "Das hat mich darin bestärkt, nun als eine Art Mentor und Entwicklungshelfer zu arbeiten. Und: Auch mich selbst wird die Arbeit als Berater nicht dümmer machen."

Lange warten, bis die ersten Fische anbeißen und er mit der Arbeit beginnen kann, muss er schon jetzt nicht mehr. Mit dem russischen Topklub Lokomotive Moskau gibt es bereits einen ersten Partner. Vor einigen Wochen war Rangnick dort im Stadion gesehen worden, weshalb es Gerüchte um ihn als Lok-Trainer gab.

Ohnehin ist bei seiner Reputation davon auszugehen, dass dieses Angebot noch von weiteren Vereinen oder eben einzelnen Trainern, Sportdirektoren und Spielern wahrgenommen werden möchte.

Interessanterweise gibt es auch schon jetzt, direkt zur Ankündigung dieses Schrittes, Spekulationen darüber, was er mit dem angesprochenen "ganz besonderen Angebot" meinen könnte. So ähnlich hatte er eine potenzielle Rückkehr zu Schalke genannt, die jedoch (vorerst) vom Tisch ist.

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