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PSG-Präsident wettert gegen Barça-Schuldenberg: "Gefahr für den Fußball, an den ich glaube"

Simon Zimmermann
Nasser al-Khelaifi macht sich Sorgen um den Fußball
Nasser al-Khelaifi macht sich Sorgen um den Fußball / John Berry/GettyImages
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Auf großem Fuß zu leben, muss finanziert sein. So wie bei Paris Saint-Germain. Dem FC Barcelona ist das in den letzten Jahren nicht gelungen, weshalb PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi eine "Gefahr für den Fußball sieht", an den er glaubt.


Wenn man Präsident eines Klubs ist, der von einem Öl-Staat finanziert wird, braucht man sich über Geld oder gar Schulden keine Gedanken zu machen. PSG-Boss Nasser al-Khelaifi hat sich nun beim Diskussionsforum Football Talks über die Schulden der Konkurrenz ausgelassen.

Der 48-Jährige hatte dabei wohl einen ganz speziellen Verein im Sinn - ohne ihn direkt beim Namen zu nennen. "Einige Klubs haben Schulden von 1,8 Milliarden Euro, das ist nicht gesund. Gott sei Dank haben wir keine Schulden. Natürlich haben wir während der Covid-Pandemie Geld verloren, aber wir haben nichts zu verbergen. Andere Vereine haben hohe Schulden. Und das ist das Risiko, die Gefahr für den Fußball", so al-Khelaifi.

Na, erraten, welchen Klub er bei seiner Aussage wohl im Sinn gehabt hat?

"Das ist die Gefahr für den Fußball, an den ich glaube."

PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi

Logisch, den FC Barcelona! Für den enormen Schuldenberg bei den Katalanen scheint al-Khelaifi vor allem Ex-Präsident Josep Maria Bartomeu verantwortlich zu machen: "Einige blieben viele Jahre lang Präsident und hinterließen ihren Nachfolgern Schulden. Und das ist über Jahre hinweg passiert. Das ist die Gefahr für den Fußball, an den ich glaube. Wir müssen vorsichtig sein und uns Sorgen machen, weil es eine große Gefahr ist, die den Fußball zerstören kann. Wir brauchen Regeln zum Schutz der Klubs, um den Fußball in Europa vor einem Schulden-Desaster bei diesen Klubs zu bewahren."

Nun ist es schon ziemlich wahnwitzig, wenn der Präsident von Paris Saint-Germain von Regeln zum Schutz des Fußballs spricht. Das Financial Fairplay sollte eigentlich solch eine Barriere sein. Gegriffen hat das FFP bislang aber nicht - stattdessen kam es ziemlich zahnlos daher. Vor allem wenn man sieht, dass einige Klubs jüngst von der UEFA bestraft wurden, der FC Barcelona aber nicht dazu gehört.

Und so kann sich al-Khelaifi munter weiter über die Barças dieser Welt echauffieren. Und sein Spiel mit PSG und Katar weiterspielen. Einen Henkelpott hat ihm das bislang noch nicht beschwert. So wie auch dem FC Barcelona in den letzten Jahren - trotz all der Ausgaben, die zu diesem Schuldenberg geführt haben...


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