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Paris SG

PSG-Sportdirektor Leonardo glaubt an Mbappé-Verlängerung und schießt gegen Real Madrid

Simon Zimmermann
Die Hoffnung auf einen Verbleib von Kylian Mbappé ist bei PSG weiter groß
Die Hoffnung auf einen Verbleib von Kylian Mbappé ist bei PSG weiter groß / John Berry/Getty Images
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Aufgeben gilt nicht! Bei PSG will man weiterhin alles daran setzen, den auslaufenden Vertrag mit Kylian Mbappé zu verlängern. Sportdirektor Leonardo gibt sich optimistisch und schießt erneut gegen Real Madrid.


Das ein oder andere Angebot zur Vertragsverlängerung soll Kylian Mbappé bereits abgelehnt haben. Bei PSG will man dennoch weiterhin alles versuchen, um den 22-jährigen Superstar zu einem Verbleib zu bewegen. Schließlich seien "Messi, Neymar und Kylian nicht etwas, das man nur für ein Jahr anschauen sollte", wie Sportdirektor Leonardo in einem Interview mit TV-Sender Canal+ bekräftigte.

Der Brasilianer betonte, dass "niemand an die Zukunft von Paris Saint-Germain ohne Kylian" denke. "Ich glaube nicht, dass Kylian am Ende dieser Saison gehen wird", so Leonardo weiter. Schließlich sei die Beziehung zum Superstar "sehr eng. Das ist der Grund, warum wir an nichts anderes denken."

Wie eng diese Beziehung tatsächlich ist, bleibt - nicht durch die "Leonardo-Brille" betrachtet - aber offen. Mbappé wird ein unterkühltes Verhältnis zum PSG-Sportchef nachgesagt. Hauptgrund, warum man an dessen Optimismus zweifeln darf, ist aber Mbappés Traum von Real Madrid.

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Leonardo ist von Mbappés Verbleib überzeugt - sagt er zumindest / FRANCK FIFE/Getty Images

Leonardo erklärt: Real-Angebot für Mbappé war deutlich niedriger

Der 22-Jährige träumt von einer Karriere bei den Königlichen. Und die wollen Mbappé spätestens ab 2022 zum neuen Aushängeschild machen. Schon in diesem Sommer soll Real Madrid einen Last-Minute-Versuch gewagt haben, um Mbappé vorzeitig zu bekommen. Von Angeboten zwischen 170 und 200 Millionen Euro war in den Medien die Rede.

Ganz so hoch sei das aber nicht ausgefallen, erklärte Leonardo nun. "Wir waren uns über das Angebot im Klaren. Es war nicht genug, es war weniger als das, was wir bezahlt hatten", so der 52-Jährige. PSG legte insgesamt 145 Millionen Euro auf den Tisch, um Mbappé 2018 aus Monaco loszueisen.

Nach der ersten Absage an die Königlichen soll es ein zweites, verbessertes Angebot gegeben haben. Auch das wies Leonardo allerdings zurück: "Das letzte Angebot, über das sie sprachen, kam nie an. Man kann nicht eine Transferphase für zwei, drei oder vier Monate organisieren und dann seine Pläne einfach so ändern."

Leonardo beschwert sich über Real Madrid

Dem PSG-Sportdirektor war das Verhalten aus Madrid ohnehin ein Dorn im Auge. "Wir waren mit dem Verhalten von Real Madrid nicht zufrieden. Wenn man in der letzten Woche des Transferfensters Verhandlungen über einen der besten Spieler der Welt aufnimmt, entsteht eine Situation, die uns nicht gefallen hat", beschwerte er sich.

Heimzahlen könnte es Leonardo den Königlichen, wenn ihm tatsächlich der Verlängerungs-Coup mit Mbappé gelingen sollte. Den Optimismus des PSG-Sportdirektors dürften aber nur die wenigsten teilen. Und so ist es doch wahrscheinlich, dass wir Messi, Neymar und Mbappé nur ein Jahr gemeinsam sehen werden.

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