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Paris SG

PSG: Wird der Konkurrenzkampf zwischen Navas und Donnarumma zum Problem?

Jan Kupitz
Navas und Donnarumma konkurrieren um die Eins
Navas und Donnarumma konkurrieren um die Eins / BERTRAND GUAY/Getty Images
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Mit Keylor Navas und Gianluigi Donnarumma hat PSG zwei Keeper im Kader, die zu den absoluten Besten ihrer Zunft gehören. Doch spielen kann bekanntlich nur einer von beiden - wird der Konkurrenzkampf noch zum Unruheherd?


Während die AC Milan am Mittwochabend an der Anfield Road antrat und mit Mike Maignan eine neue starke Nummer eins in ihren Reihen weiß, saß Gigio Donnarumma zeitgleich auf der Bank des Jan Breydelstadions in Brügge, wo PSG seinen Champions-League-Auftakt beging.

Im Tor des französischen Topklubs stand Keylor Navas, der gegenüber seinem zwölf Jahre jüngeren Konkurrenten bislang die Nase vorn hat - schließlich durfte der Costa Ricaner auch die ersten Spiele in der Ligue 1 absolvieren. Lediglich beim jüngsten Ligaspiel gegen Clermont Foot kam Donnarumma für PSG zum Einsatz und zu seinem Debüt.

Gianluigi Donnarumma, Mauro Icardi
Donnarumma (Zweiter von rechts) saß in der CL auf der Bank / John Berry/Getty Images

Natürlich steht in Paris die Frage im Raum, wie Mauricio Pochettino die Situation zwischen den Pfosten handlen will. Beide Keeper gehören zur Weltklasse und haben den Anspruch, regelmäßig zu spielen. Auf eine feste Aufteilung nach Wettbewerben scheint er sich nicht festgelegt zu haben, ansonsten hätte Donnarumma gegen Brügge das Tor gehütet.

Auf Nachfrage, warum der Costa Ricaner in der Königsklasse ran durfte, entgegnete der PSG-Coach bei Canal+: "Warum Navas? Warum nicht? Wir haben zwei großartige Torhüter. Leider gibt es nur einen, der spielen kann, bis die Fußballregeln eines Tages geändert werden. Wir haben zwei großartige Torhüter, und wir werden bei jeder Gelegenheit sehen müssen, welcher von ihnen spielen wird, aber es ist nur eine Frage der Wahl."

Klingt eher nach einer stetigen Rotation - auf einen bestimmten Keeper will er sich (zumindest öffentlich) nicht festlegen. Es ist ein Konkurrenzkampf, der Konfliktpotenzial bietet, denn Job-Sharing ist bei Torhütern nur in den seltensten Fällen gut gegangen.

In Frankreich riecht man daher schon den ersten Unruheherd bei der Startruppe von der Seine. Doch Sportdirektor Leonardo will davon nichts hören - und spricht stattdessen von einem Luxusproblem.

"Warum ist es kompliziert [zwei Weltklassekeeper im Kader zu haben]?", fragte der Brasilianer bei Canal+. "Es wäre kompliziert, sie nicht zu haben. Wir wollen heute überall Konkurrenz schaffen. Wir sprechen über einen 22-jährigen Torhüter und Navas ist 34. Wir managen die Situation und reden, aber alles ist klar. Nicht nur für die beiden Torhüter, sondern für alle. Es ist der Trainer, der entscheidet. Wenn es Reaktionen gibt, werden wir damit umgehen. Das gibt uns den echten Konkurrenzkampf, den wir wollen. "

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