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Paris SG

Erster PSG-Star unzufrieden: "Das ist sehr schwierig"

Jan Kupitz
Georginio Wijnaldum bei der Nationalmannschaft
Georginio Wijnaldum bei der Nationalmannschaft / BSR Agency/GettyImages
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Im hochkarätig besetzten Kader von Paris Saint-Germain gibt es die ersten Misstöne: Georginio Wijnaldum ist mit seinen jüngsten Einsatzminuten nicht einverstanden.


Er war der erste namhafte Free Agent, der sich im Sommer PSG anschloss. Um ein Haar wäre Wijnaldum beim FC Barcelona, mit dem er sich schon einig gewesen sein soll, gelandet, ehe die Franzosen dazwischen grätschten und den Mittelfeldspieler mit einem üppigen Dreijahresvertrag ausstatteten.

War Wijnaldum zu Saisonbeginn auch in der Startelf von Mauricio Pochettino gesetzt gewesen, so geriet er in den vergangenen Wochen Stück für Stück in den Hintergrund. In den letzten fünf Ligue-1-Spielen stand der 30-Jährige nur noch einmal in der Startelf, wurde sonst erst kurz vor Schluss eingewechselt oder ganz auf der Ersatzbank gelassen. Auch in der Champions League stehen nach zwei Spieltagen erst 57 Einsatzminuten für Wijnaldum zu Buche.

"Ich kann nicht sagen, dass ich völlig glücklich bin. Weil die Situation nicht so ist, wie ich es wollte", gestand er in diesen Tagen bei der niederländischen Nationalmannschaft (via NOS). Aufgeben wolle er aber nicht, stellte Wijnaldum klar: "Ich bin ein Kämpfer. Ich muss positiv bleiben und hart arbeiten, um das Blatt zu wenden."

French Ligue 1"Paris Saint-Germain v Olympique Lyon"
Wijnaldum blieb zuletzt häufiger die Rolle als Ersatzspieler / ANP Sport/GettyImages

Was etwas irritierend ist: Mit PSG-Coach Pochettino hat Wijnaldum noch nicht über seine zuletzt überschaubaren Einsätze gesprochen. "Ich habe in den letzten Jahren viel gespielt, war immer fit und habe mich auch sehr gut geschlagen", zeigte der Niederländer auf, dass er das Zeug für die Startelf besitzt. "Die aktuelle Situation ist etwas anders und ich muss mich daran gewöhnen. Ich habe mich wirklich auf den neuen Schritt gefreut, und dann passiert das. Das ist sehr schwierig."

Bondscoach Louis van Gaal hatte sich in der vergangenen Woche besorgt gezeigt, dass sein Leistungsträger bei PSG kaum noch zum Zuge kommt. "Ich denke, das ist eine Hauptsorge für jeden Spieler", erklärte Wijnaldum, als er auf die Aussagen seines Trainers angesprochen wurde. "Es ist auch beunruhigend, wenn man nicht spielt. Aber es ist ja erst der Anfang der Saison. Es kann immer noch alles passieren, und ich bleibe positiv."

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