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Pro und Contra: Sollte der BVB mit Dan-Axel Zagadou verlängern?

Martin Bytomski
Soll er bleiben oder gehen? BVB-Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou
Soll er bleiben oder gehen? BVB-Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou / Martin Rose/GettyImages
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Die Vertragsgespräche liegen auf Eis, die Zukunft: ungewiss. Die seit 2017 andauernde Verbindung zwischen Borussia Dortmund und Dan-Axel Zagadou könnte im Sommer ihr Ende finden. Dafür gibt es gute Gründe. Die gibt es aber auch für eine Verlängerung des Vertrages. Wir beleuchten das Pro und Contra.


Pro Verlängerung: Potenzielle Weltklasse darf nicht ablösefrei gehen

Die letzten wackligen Auftritte bei Seite gelassen: Wenn Dan-Axel Zagadou für den BVB auf dem Platz steht, ist er stets eine Bereicherung. Lässig wie ein Eisblock, eiskalt im Zweikampf und sicher im Passspiel: „Daxo“ hat alles, was ein Weltklasse-Innenverteidiger benötigt. Dazu verfügt er dank seiner 1,96 Meter Körpergröße über eine natürliche Dominanz und ist für einen baumlangen Innenverteidiger recht flink.

Sollte es ihm tatsächlich gelingen, über einen längeren Zeitraum fit zu bleiben, könnte er Niklas Süle, wahrscheinlich Nico Schlotterbeck und Mats Hummels einen heißen Kampf um die Startelf liefern. Auch in der Breite wäre Borussia Dortmund mit dem Quartett qualitativ wie quantitativ äußerst gut ausgestattet.

Seine verheerende Krankenakte dürfte aus Vereinssicht immerhin einen Vorteil bieten: Ein ausuferndes Gehalt wird Zagadou wohl nicht verlangen. Gelingt es den Verhandlern, sich mit dem früheren französischen U21-Nachwuchsspieler auf einen einsatz- und leistungsabhängigen Vertrag zu einigen, sollte das Arbeitspapier dringend verlängert werden.

Contra Verlängerung: Mit Zagadou zu planen wären unseriös

83 verpasste Spiele und 603 Fehltage ist das Argument schlechthin, um den Vertrag mit Dan-Axel Zagadou auslaufen zu lassen. Es wäre unseriös, weiter mit einem derart verletzungsanfälligen Spieler zu planen. Denn wenn er bleibt, besetzt er finanziell und sportlich eine Kaderstelle in der schwarzgelben Innenverteidigung.

Ist er dann mal fit, blockiert er wiederum den Platz einer potenziellen Neuverpflichtung für den erweiterten Kader oder eines Nachwuchsspielers – so dürfte Soumaila Coulibaly bereits mit den Hufen scharren, auch Nnamdi Collins gilt als großes Innenverteidiger-Talent aus dem eigenen Stall.

Außerdem ist die ständige Wiedereingliederung nach seinen Verletzungen stets eine Herausforderung für die Defensive, bei der es auf klare Absprachen und Vertrautheit untereinander ankommt. Das kann nur mit häufiger Präsenz auf dem Platz gelingen. Diese wäre Zagadou, der sich stets tadellos verhalten hat, zu wünschen – ist aber gleichzeitig Wunschdenken. Deshalb wäre ein Vertragsverlängerung aus Vereinssicht unseriös.

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