Polen, Schweden und Tschechien boykottieren WM-Playoffs gegen Russland

Daniel Holfelder
Sebastian Widmann/GettyImages
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Polen, Schweden und Tschechien habe nach der russischen Invasion in die Ukraine bekanntgegeben, dass sie in den WM-Playoff-Spielen nicht gegen die russische Mannschaft antreten werden.


Nachdem Polens Verbandspräsident Cezary Kulesza bereits gestern einen Boykott der Spiele gegen das russische Team verkündet hatte, haben sich inzwischen sowohl der schwedische als auch der tschechische Verband der Protestaktion angeschlossen.

Normalerweise würden die Polen im Rahmen der Playoffs für die Weltmeisterschaft in Katar am 24. März auf Russland treffen. Der Sieger der Partie bekäme es entweder mit Schweden oder Tschechien zu tun, die sich parallel gegenüberstehen. Wie die FIFA auf den Boykott reagieren wird, steht noch nicht fest. Bislang hat der Weltverband noch keine klare Position zu einem möglichen Ausschluss der russischen Mannschaft bezogen.

Auch für Spartak Moskau, dem letzten verbliebenen russischen Vertreter in den europäischen Pokalwettbewerben, steht ein Ausschluss im Raum. Zwar hat die UEFA bislang nur verfügt, dass russische sowie ukrainische Klubs bis auf weiteres keine Heimspiele mehr austragen dürfen. Allerdings tritt ab heute Abend ein EU-weites Flugverbot für russische Fluggesellschaften in Kraft.

Außerdem hat die UEFA nach der Verlegung des Champions League-Endspiels von St. Petersburg nach Paris angekündigt, die Zusammenarbeit mit dem russischen Gaskonzern Gazprom zu beenden. Dass sich der europäische Fußballverband in den kommenden Wochen auch für einen Ausschluss von Spartak Moskau aus der Europa League entscheidet, ist nicht unwahrscheinlich.

Darüber hinaus werden auch die Forderungen an RB Leipzig immer lauter, das Spiel gegen Moskau zu boykottieren. So legte etwa der designierte DFB-Präsident Peter Peters den Leipzigern nahe, nicht gegen Spartak anzutreten.


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