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Bayern München

Pavard denkt nicht an Bayern-Abschied: "Möchte meinen Stempel aufdrücken"

Nikolas Pfannenmüller
Benjamin Pavard will seinen Stammplatz beim FC Bayern München behalten.
Benjamin Pavard will seinen Stammplatz beim FC Bayern München behalten. / Sebastian Widmann/GettyImages
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Benjamin Pavard ist zwar Stammspieler beim FC Bayern München, aber doch kein unumstrittener Star. Gerüchte, wonach der Franzose durch einen neuen Rechtsverteidiger ersetzt werden könnte, halten sich hartnäckig. Jetzt hat Pavard über seine Ansprüche beim deutschen Rekordmeister gesprochen.


Der FC Bayern hat zwei völlig verschiedene Spielertypen auf den beiden Außenverteidigerpositionen. Auf der linke Seite wirbelt Alphonso Davies, agiert mitunter fast schon als Außenstürmer und besticht mit seiner Sprintstärke.

Davies und Pavard sind nicht vergleichbar

Benjamin Pavard auf der rechten Seite kann man nicht mit dem rastlosen Kanadier vergleichen. Pavard hat in seiner Zeit für den VfB Stuttgart zumeist als Innenverteidiger gespielt und hat andere Qualitäten als Davies. Er konzentriert sich mehr auf die Verteidigung, als dass er nach vorne anschiebt und sich in den Angriff einschaltet.

Der 25-Jährige hat sich einem zuverlässigen Spiel verschrieben, das deutlich weniger spektakulär daherkommt als das seines Pendants auf der anderen Seite - dafür spielt Pavard aber nicht so waghalsig wie Davies und leistet sich auch nur wenige Fehler.

Trotzdem wurde zuletzt spekuliert, dass die Bayern einen neuen Rechtsverteidiger verpflichten. Im ausführlichen Interview mit der französischen Zeitung L'Equipe hat Pavard jetzt über seine Ansprüche als Spieler der Bayern gesprochen.

Pavard: "Was ich will, ist Titel gewinnen"

"Was ich will, ist Titel gewinnen. Ich habe meinen Namen in die Erfolgsliste des Vereins eingetragen. Ich möchte der Geschichte meinen Stempel aufdrücken und meine Spuren hinterlassen", sagte Pavard. An die Zukunft denke er nicht. Zur Kritik an seinen Leistungen hatte der Franzose folgendes zu sagen: "Ich werde es nie allen recht machen können."

Im Oktober hatte Pavard noch den Wunsch geäußert, im Abwehrzentrum spielen zu wollen. Damals hatte er gegenüber dem Fernsehsender Canal+ gesagt: "Meine Position ist in der Innenverteidigung. Das war schon immer so, hier fühle ich mich am wohlsten. Da habe ich am meisten Spaß. Ich denke auf dieser Position sieht man meine Qualitäten besser."

Nun zwei Monate später gibt sich Pavard deutlich weniger forsch und er wirkt reflektierter. Auch seine rote Karte im Bundesligaspiel gegen Greuther Fürth Ende September und die anschließende Aussprache mit Trainer Julian Nagelsmann beschäftigen den französischen Nationalspieler noch.

Pavard respektiert, was Nagelsmann sagt

"Er ist der Boss, ich respektiere, was er sagt", so Pavard, "das ist Teil des Fußballs, ich war vielleicht auch ein bisschen schlechter drauf. Ich denke, dass es mir auch gut getan hat. Es hat mich wachgerüttelt."

Ausschließlich lobende Worte fand Pavard für den Antrieb der Bayern-Spieler, immer nach Erfolgen zu streben. Dabei spielt die Qualität der Gegner seiner Meinung nach keine Rolle. "Dieses Streben nach Perfektion, sich selbst zu hinterfragen" habe er bei den Bayern gelernt. "Egal, ob wir gegen Barcelona spielen oder gegen eine kleinere Mannschaft."

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