Paukenschlag! Juventus Turin zu Mega-Punktabzug verurteilt

Daniel Holfelder
Ex-Juve Präsident Andrea Agnelli (rechts) und sein ehemaliger Vize Pavel Nedved (links)
Ex-Juve Präsident Andrea Agnelli (rechts) und sein ehemaliger Vize Pavel Nedved (links) / Simone Arveda/GettyImages
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Juventus Turin werden in der laufenden Saison 15 Punkte abgezogen. Das entschied das Sportgericht des italienischen Verbandes FIGC am Freitag. Dem Traditionsklub wird Bilanzfälschung im großen Stil zur Last gelegt.


Seit 2018 soll Juve seinen Profis immer wieder bewusst falsche Marktwerte zugeschrieben und auf diese Weise die Vereinsbilanz um mehr als 100 Millionen Euro beschönigt haben. Außerdem habe der Klub während der Corona-Pandemie falsche Angaben über nicht ausgezahlte Gehälter gemacht und dadurch ebenfalls die Zahlen frisiert.

Der Rekordmeister kann nun beim Italienischen Olympischen Komitee Coni gegen das Urteil in Berufung gehen. Sollte der Punktabzug bestehen bleiben, haben die Bianconeri kaum noch Chancen auf einen Europacup-Platz. Gegenwärtig steht Juve mit 37 Punkten auf Rang drei. Durch den Punktabzug würden die Turiner mit 22 Punkten auf den elften Platz abrutschen.

Neben der Strafe für den Verein wurden auch die die ehemaligen Klubbosse individuell bestraft. Ex-Präsident Andrea Agnelli darf nun zwei Jahre lang keiner Aktivität im italienischen Fußball nachgehen, gegen den ehemaligen Vize-Präsidenten Pavel Nedved wurde eine Sperre von acht Monaten verhängt.

Noch härter traf es Ex-Geschäftsführer Fabio Paratici, der 30 Monate lang gesperrt wurde. Außerdem ist das Gericht bestrebt, die Strafen über die Serie A hinaus auch auf andere europäische Ligen und Wettbewerbe auszudehnen. Für Paratici würde das bedeuten, dass er seine Position als Sportdirektor bei Tottenham Hotspur räumen muss. Der 50-Jährige trat die Stelle bei den Spurs im Sommer 2021 an.


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