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Özil will bei Arsenal bleiben: "Meine Position ist klar"

Mesut Ozil
Hegt keine Wechselgedanken: Mesut Özil | Harriet Lander/Copa/Getty Images

Weltmeister Mesut Özil wird dem FC Arsenal über den Sommer hinaus erhalten bleiben. In einem Interview stellte der offensive Mittelfeldspieler unmissverständlich klar, dass er seinen bis 2021 laufenden Vertrag erfüllen wird und sich nicht mit einem Platz auf der Bank zufriedengeben will. Der 31-Jährige äußerte auch Kritik an den Entscheidungen von Trainer Mikel Arteta, womit sich der Routinier weiter ins Abseits manövriert haben dürfte.

Anfang der Woche berichteten englische Medien, dass Arsenal den Vertrag von Özil auflösen will, um den Top-Verdiener von der Gehaltsliste streichen zu können. Demnach wären die Gunners angeblich auch dazu bereit gewesen, dem Ex-Nationalspieler sein noch ausstehendes Jahresgehalt von rund 20 Millionen Euro als Abfindung auszubezahlen. Der 31-Jährige hegt jedoch keine Wechselgedanken, wie er im Athletic-Interview klarstellte.

"Ich entscheide, wann ich gehe, nicht andere"

Mesut Özil

"Meine Position ist klar", erklärte der gebürtige Gelsenkirchener. "Ich entscheide, wann ich gehe, nicht andere. Ich habe nicht für zwei oder drei Jahre unterschrieben, sondern für vier und das sollte von jedem respektiert werden", führte der Offensivspieler weiter aus. "Ich liebe Arsenal und ich liebe es, hier zu spielen." Obwohl die letzten beiden Spielzeiten für Özil alles andere als einfach waren, ist der Weltmeister laut eigener Aussage glücklich.

In der neuen Saison will der Linksfuß wieder angreifen und seinem Team helfen. "Dafür werde ich kämpfen", betonte der Ex-Bremer. "Ich bin mental sehr stark und gebe niemals auf. Wenn ich fit bin, weiß ich, wozu ich auf dem Spielfeld in der Lage bin." Ob Özil unter Chefcoach Arteta noch einmal eine Chance erhält, darf jedoch bezweifelt werden. Seit dem Restart der Saison Mitte Juni kam der Weltmeister nicht mehr zum Einsatz, obwohl er vor der coronabedingten Zwangspause rund vier Monate lang Stammspieler war.

Könnte auch in der nächsten Saison auf der Tribüne sitzen: Mesut Özil
Könnte auch in der nächsten Saison auf der Tribüne sitzen: Mesut Özil | Catherine Ivill/Getty Images

Özil machte keinen Hehl daraus, dass er dies nicht wirklich nachvollziehen könne. "Wenn ich in diesen Partien schlecht gespielt habe und dann aus diesem Grund nicht mehr berücksichtigt wurde, dann könnte ich das vielleicht verstehen, aber das war nicht der Fall", so der Ex-Nationalspieler. "Ich respektiere die Entscheidung des Trainers voll und ganz, aber ich glaube, dass diese Dinge hauptsächlich auf dem Spielfeld entschieden werden sollten."

Nach dem Restart habe er keine Chance bekommen, um sein Können unter Beweis zu stellen. Dem Vernehmen nach könnte dies allerdings auch damit zusammenhängen, dass Özil sich geweigert hat, wegen der Corona-Pandemie auf Gehalt zu verzichten, wofür er reichlich Kritik einstecken musste. "Wir wurden zu dieser Entscheidung gedrängt, ohne eine entsprechende Beratung zu erhalten", erklärte der Arsenal-Profi. Es habe viele offene Fragen gegeben, die nicht beantwortet wurden.

Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob der Weltmeister in London noch eine Chance erhält und wieder zu alter Stärke zurückfinden kann. Ist dies nicht der Fall, droht dem 31-Jährigen eine Saison auf der Bank/Tribüne und Özil dürfte sich damit wohl bestbezahltester "Zuschauer" der Welt nennen.