Oliver Kahn lästert über DFB-Taskforce: "Eher eine Taskfarce"

  • Oliver Kahn hat über das DFB-Expertengremium gespottet
  • Zuvor waren Rummenigge und Mintzlaff ausgetreten
  • Kahn schied nach seinem Aus beim FC Bayern auch aus Taskforce aus

Oliver Kahn holt gegen die DFB-Taskforce aus
Oliver Kahn holt gegen die DFB-Taskforce aus / Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages
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Die DFB-Taskforce ist am Ende! Das machten die Vorgänge nach der Ernennung von Andreas Rettig als neuen DFB-Geschäftsführer deutlich. Oliver Kahn hat sich dazu nun ebenfalls zu Wort gemeldet. Für ihn sei die Taksforce eher "eine Taskfarce" geworden.

Ex-Bayern-Boss Oliver Kahn tingelt derzeit durch Saudi-Arabien und lässt sich dort von mit Stars wie Cristiano Ronaldo und Neymar ablichten. Es waren die ersten öffentlichkeitswirksamen Auftritte des 54-Jährigen nach seinem Aus als FCB-Vorstandschef.

Bis zu diesem Zeitpunkt gehörte Kahn auch der mittlerweile schon berühmt-berüchtigten DFB-Taskforce an, die nach dem blamablen Gruppenaus bei der WM in Katar ins Leben gerufen wurde. Spätestens mit der Ernennung von Andreas Rettig als neuen DFB-Geschäftsführer und den Austritten von Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Mintzlaff als Konsequenz daraus dürfte die Taskforce dem Ende geweiht sein. Faktisch ist nur noch Matthias Sammer als einziges Mitglied verblieben, da Rudi Völler mittlerweile seinen Posten als DFB-Sportdirektor angetreten ist.

Kahn spottet über DFB-Taskforce: "Eher eine Taskfarce"

Kahn jedenfalls fand nun gegenüber der Bild deutliche Worte: "Die Taskforce, die nach der blamablen WM in Katar durchaus Sinn machte, entwickelte sich im Zeitablauf eher zu einer Taskfarce."

"Als Rudi Völler richtigerweise sein Amt übernahm, wurden danach wichtige Entscheidungen größtenteils ohne Einbezug aller Mitglieder getroffen. Deshalb habe ich zuletzt mein Mitwirken auch nicht mehr als zielführend empfunden", so Kahn weiter.

Damit schlägt Kahn in eine ähnliche Kerbe wie zuvor Rummenigge, der in einer Presseerklärung die Gründe für sein Ausscheiden aus der Taskforce mitteilte. "So haben wir von der Installation Andreas Rettigs als Geschäftsführer Sport des DFB, eine durchaus sensible Personalie und diskussionswürdige Entscheidung, durch die Medien erfahren", heißt es darin. Der "öffentlichkeitswirksame Expertenrat" sei nie mit entsprechenden Entscheidungskompetenzen ausgestattet worden. Eine effektive, wirksame und zielstrebige Arbeit sei so laut Rummenigge nicht möglich gewesen.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf bezog dazu am Montag bei der Präsentation von Rettig Stellung. Für ihn sei die Taskforce nur ein beratendes Germium gewesen. Möglicherweise sei das von einigen Mitgliedern missverstanden worden, räumte Neuendorf ein.


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