Offiziell: VfB Stuttgart bestätigt Labbadia als neuen Trainer - Wimmer muss Klub verlassen

Jan Kupitz
Bruno Labbadia
Bruno Labbadia / Maja Hitij/GettyImages
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Bruno Labbadia ist zurück in der Bundesliga und übernimmt wie erwartet das Traineramt beim VfB Stuttgart. Dort unterschrieb er einen Vertrag bis 2025, wie die Schwaben am Montag mitteilten. Michael Wimmer muss im Gegenzug gehen. Sein Vertrag wurde aufgelöst.


Nach der Trennung von Sven Mislintat haben die Verantwortlichen des VfB in der Trainerfrage sehr schnell Nägel mit Köpfen gemacht und Bruno Labbadia verpflichtet. Während der Ex-Sportdirektor wohl auf eine weitere Zusammenarbeit mit Interimscoach Michael Wimmer bestand, entschied man sich nach seinem Aus für eine externe Lösung.

Zuvor hatte der Verein am Wochenende Fabian Wohlgemuth vom SC Paderborn als Mislintat-Nachfolger präsentiert.

Labbadia war bereits von Dezember 2010 bis August 2013 als Trainer der Schwaben tätig gewesen und hatte in diesem Zeitraum einen Punkteschnitt von 1,46 Zählern geholt. Zuletzt war der 56-Jährige fast zwei Jahre ohne Verein, nachdem er im Januar 2021 von Hertha BSC entlassen worden war.

Die Stimmen zur Labbadia-Rückkehr

Bruno Labbadia: "Der VfB ist bekanntermaßen nicht irgendein Club für mich. In Stuttgart habe ich über fast drei Jahre eine sehr wichtige Phase meiner Trainerkarriere verbracht und möchte nun dazu beitragen, dass der VfB in der Bundesliga bleibt. Wir werden sofort mit der Arbeit beginnen und alles für den Trainingsauftakt am 12. Dezember vorbereiten. Ich ziehe schon am Mittwoch nach Stuttgart. Dann werden wir uns schnell einen Überblick über den Leistungsstand der Mannschaft verschaffen und jeden Tag hart und mit großer Freude arbeiten, um voranzukommen."

VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth: "In den kommenden Wochen und Monaten kommt der Wind von vorn. Wir brauchen jetzt Erfahrung und Stabilität. Ich freue mich daher, dass es uns gelungen ist, Bruno Labbadia als Cheftrainer für den VfB Stuttgart verpflichten zu können. Er hat in seiner Laufbahn als Spieler und Trainer mehrfach bewiesen, dass er den Herausforderungen, die jetzt vor uns liegen, gewachsen ist. Ich kenne Bruno Labbadia als akribisch arbeitenden Fachmann, der seine Entscheidungen mit kühlem Kopf trifft. Wir sind absolut überzeugt, dass er mit der Mannschaft erfolgreich sein wird und heißen Bruno, die neuen Co-Trainer Bernhard Trares und Benjamin Sachs sowie Athletiktrainer Günter Kern herzlich im VfB-Team willkommen."

VfB-Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle: "Bruno ist ein erfahrener Trainer, der die Bundesliga kennt und auf allen Stationen nachgewiesen hat, dass er Mannschaften stabilisieren und verbessern kann. Wir befinden uns sportlich mit Platz 16 in einer sehr schwierigen Situation, in der wir genau diese Fähigkeiten dringend benötigen. Bruno bringt zudem große Leidenschaft und Begeisterung für den VfB mit, den er sehr gut kennt. In seiner ersten Zeit als VfB-Cheftrainer führte er den VfB erst zum Klassenerhalt und dann zu zwei Europapokal-Teilnahmen und dem DFB-Pokalfinale. Eine solche Bilanz hat seitdem kein VfB-Trainer mehr erreicht. Wir freuen uns sehr, dass er sich entschieden hat, zum VfB zurückzukehren."

Die Stimmen zur Wimmer-Trennung

Michael Wimmer: "Ich habe sehr gerne für den VfB gearbeitet, zunächst als Co-Trainer und in den vergangenen Wochen als verantwortlicher Trainer der Profimannschaft. Für mich ist jetzt der Moment gekommen, den nächsten Schritt zu gehen und eine neue Herausforderung anzunehmen. Es waren ereignis- und lehrreiche Jahre beim VfB, nach denen ich mich nun bereit fühle, dauerhaft als Cheftrainer zu arbeiten. Ich danke den Verantwortlichen des VfB für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde und für die Möglichkeit, mich hier als Trainer zu entwickeln. Ebenso danke ich meinen Kollegen aus dem Trainerteam und der Mannschaft für die gemeinsame Zeit. Ich wünsche dem VfB und seinen großartigen Fans alles Gute für die Zukunft."

Alexander Wehrle: "Michael Wimmer hat einen sehr guten Job gemacht und mit der Mannschaft die enorm wichtigen Heimspiele im Herbst gewonnen. Wir sind ihm für seine Arbeit und seine Verbundenheit zum VfB in den vergangenen dreieinhalb Jahren sehr dankbar und hätten ihn aufgrund seiner fachlichen und persönlichen Qualitäten gerne im Verein gehalten. Zugleich ist es absolut verständlich, wenn er jetzt anderswo die Chance auf eine Cheftrainer-Position sucht. Dafür wünschen wir ihm viel Erfolg und alles Gute."


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