Frauenfußball

Statt Bayern und Wolfsburg ein offener Kampf um den Titel? Der Stand an der Spitze der Frauen-Bundesliga

Malte Henkevoß
Wolfsburg und Bayern kämpfen um die Bestplatzierung. Doch aktuell ist auch die Konkurrenz nicht weit entfernt!
Wolfsburg und Bayern kämpfen um die Bestplatzierung. Doch aktuell ist auch die Konkurrenz nicht weit entfernt! / Alexander Hassenstein/GettyImages
facebooktwitterreddit

Drei Punkte liegen zwischen den besten fünf Mannschaften der Bundesliga im Frauenfußball. Neben den üblichen Favoriten FC Bayern und VfL Wolfsburg haben sich in diesem Jahr weitere Kandidaten auf den Spitzenplatz verfestigt.


Besonders Eintracht Frankfurt hatte bereits in zwei Duellen gegen die Münchnerinnen gezeigt, dass mit den Damen vom Main durchaus zu rechnen ist. Das Ligaduell beider Mannschaften konnte Frankfurt gar mit 3:2 für sich entscheiden und beim Achtelfinale im DFB-Pokal gab es eine hart umkämpfte 2:4-Niederlage. Die Frankfurterinnen zeigen aktuell stabile Leistungen, im Sturm stechen vor allem Laura Freigang mit sechs und Lara Prasnikar mit fünf Treffern heraus. Beide sind mit 23 Jahren im besten Fußballerinnen-Alter und ergänzen sich sehr stark.

Die beiden einzigen Niederlagen der Eintracht gab es gegen die Wölfe und das nächste Team, das einen Angriff nach oben versucht: die TSG Hoffenheim. Auch wenn es in der Champions League alles andere als einfach ist, gegen Topklubs wie Arsenal und Barcelona zu bestehen, spielt die TSG in der Liga eine gute Rolle. Gegen die Mitkonkurrenten aus Wolfsburg und Frankfurt gab es im Oktober Heimsiege, wodurch die gute Ausgangslage zu erklären ist. Die erneute CL-Qualifikation wird allerdings nicht einfacher, da mit Turbine Potsdam bereits der nächste Verein anklopft.

Die Glanzzeiten in Potsdam sind möglicherweise vorbei, doch das Talent der Mannschaft lässt aktuell hohe Ziele in greifbarer Nähe erscheinen. Mit 19 Punkten ist Turbine, dass zwischen 2008/09 und 2011/12 vier Meisterschaften in Folge gewann, aktuell auf Platz fünf und eben nur drei Punkte von Wolfsburg entfernt. Für die Champions League müsste es mindestens Platz drei werden, von daher ist für die Mannschaft von Trainer Sofian Chahed, dem ehemaligen Bundesligaspieler von Hertha BSC und Hannover 96, alles möglich. Zuletzt gab es gegen die erwähnten Hoffenheimerinnen ein 3:3.

Derartige Ergebnisse zeigen die aktuelle Leistungsdichte der Liga. Bayern und Wolfsburg sind zwar durch ihre Kaderdichte weiterhin das Nonplusultra, allerdings können beide bei den weiteren Mitgliedern der Top Five durchaus straucheln, wie die letzten Ergebnisse eindrucksvoll zeigen. Es bleibt zu hoffen, dass der Meisterschaftskampf in diesem Jahr ein spannender bleibt und auch die Spiele um die Champions-League-Qualifikation denselben Kampf beinhalten, der aktuell geboten wird.

facebooktwitterreddit