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Nkunku denkt über Leipzig-Verbleib nach: WM als Faktor

Yannik Möller
Christopher Nkunku
Christopher Nkunku / Emilio Andreoli/GettyImages
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Ob Christopher Nkunku bereits in diesem Sommer RB Leipzig verlässt, ist nach wie vor offen. Anscheinend ist aber auch die anstehende Weltmeisterschaft für ihn ein Grund, eher zum Verbleib zu tendieren.


Ohne Zweifel war Christopher Nkunku einer der Spieler dieser nun abgelaufenen Saison. Nahezu wöchentlich traf oder bereitete er für Leipzig vor, teils doppelt oder auch dreifach. Dass die Mannschaft schlussendlich doch noch in die Champions League einziehen konnte, ist vor allem sein Verdienst.

Wenig verwunderlich also, dass die Sachsen ihn unbedingt auch für die neue Spielzeit halten wollen. Immerhin soll ein gewisser Erfolg in der Königsklasse her, wenn möglich das DFB-Pokalfinale wiederholt und auch in der Liga erneut angegriffen werden. Allesamt deutlich einfacher mit Nkunku im Kader.

Nkunku denkt über Sommer-Transfer nach: Weltmeisterschaft als Argument pro Leipzig

Derzeit macht er sich Gedanken, ob er bereits in diesem Transfer-Sommer zum Wechsel oder zum weiteren Verbleib tendieren soll. Seitens Leipzig gibt es den Plan, eine Vertragsverlängerung mitsamt Gehaltserhöhung und Ausstiegsklausel für das nächste Jahr anzustreben. Kurzum: Ein weiteres Jahr für RBL, dafür mehr Gehalt und ein grundsätzlich einfacherer, weil nicht zu verhandelnder Ausstieg 2023.

Auf der anderen Seite stehen diesem Plan die namhaften und zahlreichen Interessenten gegenüber. Es gibt wohl kaum einen europäischen Top-Klub, der entweder schon mal angefragt hat oder das in diesen Tagen noch tun wird.

Für Nkunku selbst gibt es aber diverse Faktoren, von denen er diese wichtige Entscheidung abhängig macht. Eine davon: Die im Winter anstehende Weltmeisterschaft.

"Ich sehe mich zur Saisonvorbereitung in Leipzig - für den Moment", erklärte er der L'Equipe. Weiter: "Ob die WM ein Argument für einen Verbleib wäre? Natürlich beschäftige ich mit auch mit diesem Aspekt. Momentan bin ich voll auf Leipzig fokussiert."

Christopher Nkunku
Nkunku könnte im Sinne der WM noch ein Jahr bleiben / Marco Luzzani/GettyImages

Ein Sommer-Wechsel würde im Hinblick auf das prestigeträchtige Turnier ein Risiko mit sich bringen. Spielt er beim neuen Klub nicht direkt regelmäßig und auch direkt so gut auf, wie es ihm beim Bundesligisten gesichert ist, könnte er etwaige Einsätze für Frankreich verlieren.

Durch den bis 2024 laufenden Vertrag sitzt Leipzig zwar am längeren Hebel, kann in der Theorie die potenzielle Ablösesumme in die Höhe treiben. Doch ab einem bestimmten Punkt wäre es fahrlässig, nicht einzuschlagen. Diesen Punkt möchte die Vereinsführung möglichst zeitnah umgehen.

Der 24-Jährige macht sich zurzeit so seine Gedanken. Eine Entscheidung könnte aber noch etwas andauern. Durchaus denkbar, dass zunächst noch ein wenig gewartet wird, welche Klubs sich mit welchen Angeboten melden würden.


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