VfL Wolfsburg

Vor Liga-Auftakt: Kovac spricht über "Problem"-Profis Pongracic und Kruse

Daniel Holfelder
Marin Pongracic trainiert derzeit nur individuell
Marin Pongracic trainiert derzeit nur individuell / Martin Rose/GettyImages
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Vor dem Bundesligastart gegen Werder Bremen hat sich Wolfsburgs neuer Trainer Niko Kovac zu Marin Pongracic und Max Kruse geäußert. Die beiden Profis gelten als nicht ganz pflegeleicht.


Trotz seiner Leihe zu Borussia Dortmund sorgte Pongracic während der vergangenen Saison für reichlich Unruhe bei den Wölfen. Nach wie vor befinden sich der Kroate und der VfL in einem Rechtsstreit über angeblich ausstehende Prämienzahlungen und Pongracics unrühmliches Twitch-Interview im letzten November, in dem er Vertragsdetails ausgeplaudert hatte.

Dass der Innenverteidiger eine sportliche Zukunft bei den Niedersachsen haben könnte, schien lange Zeit undenkbar - bis Niko Kovac das Ruder beim VW-Klub übernahm. "Ich habe gehört, was alles vorgefallen ist, ich weiß, was man alles über Marin erzählt", erklärte der neuen VfL-Coach vor rund einer Woche. "Ich glaube, dass er ein außerordentlich guter Mensch ist und ein großes Herz hat. Für mich hat er alle Chancen verdient, dann liegt es an ihm, ob er es auf den Platz bringt."

Für diese Woche hatte Kovac eine Entscheidung über die Zukunft seines Landsmannes angekündigt. Wie der kicker berichtet, wird aber wohl noch etwas mehr Zeit ins Land gehen, ehe Pongracic' Perspektiven beim VfL geklärt sind.

Kovac hat dem 24-Jährigen wohl nahegelegt, sich bei der Mannschaft und der VfL-Führungsetage um Jörg Schmadtke und Marcel Schäfer zu entschuldigen: "Ich würde erst einmal versuchen, der Mannschaft gegenüber zwei, drei Sätze zu verlieren. Aber nicht nur gegenüber der Mannschaft, es gibt noch den einen oder anderen in der oberen Etage."

Nun muss Pongracic entscheiden, ob er den Rat seines Trainers annimmt. "Ich habe zweimal mit Marin gesprochen", so Kovac. "Ich hoffe, dass er die Argumente aufnimmt und für sich selbst die richtige Entscheidung trifft."

Kruse beim Saisonauftakt nur auf der Bank

Beim anderen vermeintlichen "Problem"-Profi Max Kruse sind die Dinge gänzlich anders gelagert. Der 34-Jährige wurde während der Vorbereitung mehrmals von Kovac gelobt, ein Wechsel, der zeitweise herbeigeschrieben wurde, war schnell vom Tisch. Der als Hallodri verschriene Kruse und Disziplin-"Fanatiker" Kovac - bislang sind die erwarteten Konflikte ausgeblieben.

Trotzdem wird Kruse am Wochenende gegen seinen Ex-Klub Werder nur auf der Bank sitzen. Der Offensivmann fehlte zuletzt aufgrund von Wadenproblemen sowie eines grippalen Infekts und ist noch nicht vollkommen wiederhergestellt. "Max hat noch etwas Nachholbedarf. Er wird nicht von Beginn an spielen", kündigte Kovac (via kicker) an.

Der neue Kapitän Maxi Arnold hingegen, der im Pokal gegen Jena mit Rückenproblem ausgefallen war, wird gegen Bremen auf den Platz zurückkehren. Für ihn wird wohl Patrick Wimmer, der zuletzt im defensiven Mittelfeld gespielt hatte, einen Position nach vorne rücken und Luca Waldschmidt auf die Bank verdrängen. Neben Arnold auf der Sechs dürfte Mattias Svanberg das Startelfmandat erhalten.


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