Neuer BVB-Sportchef: Kehl bekommt Konkurrenz von Bundesliga-Kollegen - Bericht

Sebastian Kehl
Sebastian Kehl / Leon Kuegeler/GettyImages
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Zum Ende der Saison wird es beim BVB einen neuen Sportchef als Nachfolger von Hans-Joachim Watzke geben. Sebastian Kehl gilt zwar als Favorit, doch bekommt er offenbar große Konkurrenz aus der Bundesliga.

Ende 2025 wird Hans-Joachim Watzke bei Borussia Dortmund als Vorsitzender der Geschäftsführung und somit Quasi-Boss ausscheiden. Ein erster Schritt auf diesem Weg: Zum Ende der aktuellen Saison wird er seine Verantwortung für den Sport abgeben und einen Sport-Geschäftsführer ernennen, der eben jene Verantwortung dann tragen wird.

Es ist längst noch nicht klar, auf wen es hinauslaufen wird. Einem Bericht der Sportbild zufolge scheint es sich jedoch - zumindest in der aktuellen Ausgangslage - auf zwei Kandidaten zu fokussieren.

Dabei handelt es sich einerseits um Sebastian Kehl, der seit nun anderthalb Jahren als Sportdirektor bei Schwarz-Gelb tätig ist. Es wäre wohl ein logischer Schritt, würde die nächste Beförderung auf ihn warten. Immerhin stieg er schon vom Leiter der Profi-Abteilung auf, als Michael Zorc ersetzt werden musste. Auch diese Entscheidung war natürlich von Watzke gedeckt, gar gefördert worden.

Andererseits soll aber auch Markus Krösche eine gewisse Rolle spielen. Anscheinend gibt es in Dortmund ein paar interessante Gedankenspiele um den Sportvorstand von Eintracht Frankfurt. Immerhin war Krösche auch ein Thema, als es damals um die Zorc-Nachfolge ging. Über einen losen Austausch kamen die Parteien zum damaligen Zeitpunkt aber nicht hinaus.

Markus Kroesche
Markus Krösche / Frederic Scheidemann/GettyImages

Kehl gilt als Favorit - doch auch Krösche kann gute Karten ausspielen

Den Informationen der Sportbild nach ist Kehl als Favorit anzusehen. Watzke alleine wird schlussendlich die Entscheidung treffen, wer den BVB als Sport-Geschäftsführer leiten soll. Dabei scheint der Fokus bislang auf seinem aktuellen Sportdirektor zu liegen, der diesen Schritt wohl kaum ablehnen würde.

Trotzdem werden Krösche auch gute Chancen eingeräumt. Sollte es eine ernsthafte Anfrage aus Dortmund geben, so gäbe es wohl eine realistische Möglichkeit, ihn auch locken zu können, heißt es. Dem 43-Jährigen werden aus seinem Umfeld große Ambitionen attestiert. So wolle er etwa regelmäßig in der Champions League vertreten sein, was mit dem BVB natürlich wahrscheinlicher ist als mit der Eintracht. Dazu hat er seinen bis 2025 gültigen Vertrag bei der SGE noch immer nicht verlängert - die Tür wäre also einen kleinen Spalt offen. Watzke müsste sie allerdings öffnen wollen.

Obwohl Kehl als Favorit gilt, so dürfte Krösche einen Vorteil für sich beanspruchen können: Das Auge für Spieler, die unter Wert gekauft und anschließend mit einer großen Gewinnmarge verkauft werden. Das war über die letzten Jahre mit das Hauptgeschäft des BVB, das Kehl bisweilen noch nicht hat umsetzen können. Im aktuellen Kader gibt es keinen Spieler, dem in Zukunft eine große Ablösesumme zugetraut wird.

Krösche hingegen hat beispielsweise Randal Kolo Muani für 95 Millionen Euro verkauft, nachdem dieser ablösefrei an den Main gewechselt war. Weitere Eintracht-Spieler werden vermutlich schon im nächsten Sommer für größere Einnahmen sorgen. Allerdings möchte Krösche eine große Verantwortung rund um den Kader tragen, was mit Edin Terzic - den er schätzen soll - womöglich nicht ganz so einfach umzusetzen wäre. Davon kann Kehl, Stichwort Edson Alvarez und Co., aber ebenfalls ein Liedchen singen.


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