Nach Streik: Hertha suspendiert Kanga

  • Spieler weigerte sich, für die Hertha zu spielen
  • Gültiger Vertrag bis 2026

Wilfried Kanga
Wilfried Kanga / Maja Hitij/GettyImages
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Nachdem Wilfried Kanga mit der Bitte an die Hertha-Bosse antrat, gegen Düsseldorf nicht eingesetzt zu werden, wird er nun knallhart bestraft. Der Stürmer wird umgehend von allen Trainingseinheiten ausgeschlossen.

Dass der einstige Fünf-Millionen-Euro-Transfer Wilfried Kanga am vergangenen Wochenende nicht auf dem Platz stehen wollte, stieß bei den Verantwortlichen von Hertha BSC auf wenig Verständnis. Laut Sport Bild soll der Spieler Sportdirektor Benjamin Weber und Andreas Neuendorf erzählt haben, sich derzeit mental nicht in der Lage zu fühlen, für die Alte Dame aufzulaufen. Daher kam es nicht zu einem Einsatz gegen Fortuna Düsseldorf (0:1).

Die Hertha versteht das als Streik, weshalb nun knallhart durchgegriffen wurde: Kanga wurde vom Teamtraining ausgeschlossen und damit suspendiert. Dem 25-Jährigen bleiben in der Hauptstadt nun nur noch individuelle Einheiten übrig.

Tribüne bis 2026? Kanga hofft auf USA-Wechsel

Ob der wechselwillige Spieler überhaupt einen neuen Arbeitgeber findet, ist dabei gar nicht mal sicher. Kanga, der erst im vergangenen Sommer von den Young Boys Bern zur Hertha kam, hat einen gültigen Vertrag bis 2026. Auch wenn der Spieler auf einen Wechsel in die USA hofft, soll ihm der Zweitligist gedroht haben, ihn notfalls auch bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit auf die Tribüne zu verbannen.

Die Maßnahme passt gut zur Einstellung von Coach Pal Dardai, der kürzlich betonte: "Ich mag keine faulen Menschen, ich arbeite nicht mit faulen Menschen." Das machte er im April vor allem Ivan Sunjic klar, den er mit deutlichen Worten vom Trainingsplatz jagte. Bei Kanga muss er von nun an nicht mehr laut werden.


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