Werder Bremen

Nach Erfolg gegen Schalke: Werner setzt weiter auf Standard-Tricks

Yannik Möller
Ole Werner
Ole Werner / Joosep Martinson/GettyImages
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Im Spitzenduell mit Schalke 04 ebneten zwei Standard-Tricks den Weg zum Erfolg für Werder Bremen. Ole Werner möchte an den ausgefeilten Varianten im Saison-Endspurt festhalten.


Zunächst sah es etwas überraschend danach aus, als würde Schalke das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Die ersten Minuten des Spitzenspiels des nun ehemaligen Tabellenführers gegen Werder sahen vielversprechend und mutig aus.

Doch in der neunten Minute schlugen die Gäste erstmals zu. Nach einer kurzen Ecke und geplanten Abläufen war der Raum vor dem Sechzehner frei. Der Abschluss kam auf das Tor, wurde nur leichtherzig abgewehrt, ehe Ilia Gruev den Abpraller verwandeln konnte.

Etwa eine Viertelstunde später ein nahezu identisches Spiel: Wieder eine kurze Ecke von Bremen, erneut blieb der Raum vor dem Sechzehner frei, sodass eine ungestörte Hereingabe den Kopf von Niclas Füllkrug fand. Die Mannschaft von Ole Werner hatte sich den Weg zurück an die Tabellenspitze geebnet.

Bremen setzt weiter auf Standard-Tricks

Der Hintergrund: Einstudierte Standard-Tricks, auf die Werder im Schlusssprint der Saison vermehrt setzen möchte (via Sportbild). Torwarttrainer Christian Vander und Spielanalyst Sören Quittkat sind primär dafür verantwortlich.

Das war auch nach den beiden Standard-Treffern gegen S04 zu erkennen: Nach den Toren brandete der übliche Jubel in der Trainerzone auf. Allerdings fokussierten sich alle auf Vander und Quittkat, lachten mit ihnen und klatschen sich ab.

Christian Vander, Michael Zetterer
Torwarttrainer Christian Vander (li.) / Selim Sudheimer/GettyImages

Beide genießen das Vertrauen von Werner. Schließlich könnte der Cheftrainer auf 'gewöhnliche' Ecken und Freistöße beharren und keinerlei Experimente bei grundsätzlich schon guten Torchancen eingehen.

Stattdessen wird die ein oder andere Variante in den übrigen drei Partien noch zusehen sein.

Natürlich ist es auch ein Vorteil, dass mit Füllkrug und Marvin Ducksch ein Duo im Sturm spielt, das derartige Chancen auch häufig nutzt. "Ich glaube, nahezu jeder andere Zweitligist wünscht sich so ein Sturm-Duo", lobte Werner zuletzt.


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