Ole Werner rechnet mit Naby Keita ab

Ole Werner hat sich deutlich und genervt zu Naby Keita geäußert. Der Mittelfeldspieler von Werder Bremen hat sich derweil selbst zu den Vorwürfen der Unprofessionalität zu Wort gemeldet.
Naby Keita im Einsatz für Werder
Naby Keita im Einsatz für Werder / Cathrin Mueller/GettyImages
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"Nachdem Naby gestern erfahren hat, nicht von Beginn an zu spielen, hat er sich entschieden, nicht in den Bus zu steigen, sondern nach Hause zu fahren", hatte Clemens Fritz am Sonntagnachmittag die aktuelle Ausgangslage um die Posse um Naby Keita erklärt (90min berichtete).

Ole Werner reagierte nach der 0:5-Niederlage bei Bayer Leverkusen sehr deutlich auf das Verhalten des Mittelfeldspielers. "Die Aktion sagt eigentlich alles. Speziell dann, wenn man die Personaldecke hat, die wir aktuell haben", so der Cheftrainer von Werder Bremen (via kicker).

Folgt eine Suspendierung für Keita? Werner mit deutlicher Meinung

Dementsprechend steht nun die Frage im Raum, ob Keita im Saison-Endspurt überhaupt noch eine Rolle spielen wird. Auch eine Suspendierung scheint nicht ausgeschlossen zu sein.

"Dazu muss ich nicht mehr viel sagen. Da kann sich jeder sein Bild machen, meins habe ich mir gemacht. Das ist nichts, was mit Teamsport zu tun hat", wählte Werner auch in dieser Thematik eine deutliche Sprache. Allerdings ließ er damit noch keine Entscheidung verlauten.

Über den grundsätzlichen Hergang dieses Vorfalls äußerte sich der Coach ebenfalls. Er erklärte: "Einen Tag vor dem Spiel wird meistens ersichtlich, wer spielt und wer nicht. Ehrlicherweise war es jetzt auch keine überraschende Entscheidung für alle, die auf dem Trainingsplatz stehen, dass Naby nicht beginnen wird."

Keita möchte sich kein unprofessionelles Verhalten attestieren lassen

Währenddessen äußerte sich Keita selbst über seinen Instagram-Account. Dort wehrte er sich gegen die Darstellung und die Vorwürfe über ein unprofessionelles Verhalten.

"Seit dem ersten Tag, an dem ich bei diesem großartigen Verein unterschrieben habe, habe ich immer selbstlos und professionell gearbeitet. Mein einziger Wunsch war es immer, dem Verein zu helfen und den vielen Fans Freude zu bereiten, vor allem in einer Zeit, in der die Ergebnisse nicht so sind, wie wir es uns wünschen", leitete er in seiner 'Story' ein.

Keita weiter: "Seit Beginn meiner Karriere hatte ich überall, wo ich war, nie Probleme mit der Disziplin und habe immer versucht, ein Vorbild zu sein. Ich werde daher nicht akzeptieren, dass jemand dieses Bild trübt."

Dieser "jemand" dürfte Clemens Fritz sein. Immerhin gab es zum Zeitpunkt des Statements des Mittelfeldspielers soweit nur seine Aussage. Die Kritik von Werner gab es erst nach dem Leverkusen-Spiel, also etwas später.


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