"Wie die Preiselbeeren zum Schnitzel" - Michael Gregoritsch im 90min-Interview

Oscar Nolte
Freiburgs Mittelstürmer Michael Gregortisch im 90min-Gespräch
Freiburgs Mittelstürmer Michael Gregortisch im 90min-Gespräch /
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Michael Gregoritsch ist in einer herausragenden Saison des SC Freiburg einer der herausragenden Spieler. In den vergangenen anderthalb Wochen bereitete sich der österreichische Nationalspieler, der in dieser Saison für Freiburg bereits bei zehn Toren und drei Vorlagen steht, mit der Mannschaft im Trainingslager in Spanien auf die Rückrunde vor.

Im Interview mit 90min sprach Gregoritsch über die herausragende Hinrunde, seinen Wechsel nach Freiburg, die Zusammenarbeit mit Christian Streich und die Ziele, die er persönlich und der Sport-Club kurz- und langfristig verfolgen.


Der SC Freiburg ist Zweiter der Fußball-Bundesliga. Woran arbeitet ihr denn eigentlich im Trainingslager, wenn sowieso schon so viel funktioniert?
Dass das, was funktioniert auch weiterhin funktioniert und dass die Dinge, die nicht funktioniert haben, dann noch einmal diesen Tick besser funktionieren. Es gab schon einige Sachen, die wir dann auch noch verbessern müssen. So ein Trainingslager macht immer recht viel Spaß, weil die Trainingseinheiten immer super sind bei so einem Wetter. Die Mannschaft kommt zusammen, man isst gemeinsam und trotzdem sind wir dann am Ende des Trainingslagers recht froh, dass es nach Hause geht und dass es vor allem nächste Woche dann los geht.

Du bist im Sommer zum Sport-Club gestoßen. Wie waren denn damals die Erwartungen, als du zum Verein gekommen bist, persönlich, aber auch die Ziele für die Saison betreffend. Kam diese Hinrunde für euch im Verein auch so überraschend?
Überraschend - ja und nein. Also in der Vorbereitung habe ich der Mannschaft oder einigen Spielern schon gesagt, dass wir in meinen Augen richtig gut sind. Wir hatten dann im ein oder anderen Moment natürlich auch das richtige Spielglück. Wir haben aber auch sehr oft sehr gut gespielt und dann leider gegen die drei Großen verloren. Aber klar: Dass wir jetzt Zweiter sind, das ist schon auf eine Art und Weise überraschend. Die Punktanzahl finde ich verdient, die haben wir uns schon erspielt. Deswegen stehen wir schon auch zurecht da oben. Die Ziele waren natürlich anders, aber wir haben jetzt die Chance gehabt, zum ersten Mal Europa League zu spielen. Ich habe die Chance, das erste Mal Europa League zu spielen. Dass wir da natürlich als Gruppenerster durchgehen und gleichzeitig in der Liga stabil sind, da kann man auch mal auf uns selbst stolz sein.

Genau das ist es ja. Es ist eben nicht nur die Liga, sondern jetzt auch auf europäischer Bühne habt ihr ja fast eine tadellose Bilanz; auch im Pokal. Sind es denn jetzt der breite Kader, vielleicht eine vorbildliche Mentalität oder eben auch noch einmal eine gesteigerte Reife - was ist das Rezept für euren Erfolg auf drei Hochzeiten?
Ich glaube, dass das eine Mischung aus allem ist. Dass da erst einmal eine gute Reife, eine gute Erfahrung im Kader ist. Zweitens, dass es eine unglaublich gute Qualität ist, dass wirklich sehr viele Spieler von Beginn an spielen können und dass es überhaupt keinen Abfall gibt zu dem, der quasi im Spiel davor von Beginn an gespielt hat. Und dann muss man schon sagen, dass wir auch immer sehr gut eingestellt sind auf den Gegner. Dass wir eine gute Mentalität an den Tag legen, weil es ist nicht einfach. Es ist ein Unterschied, wenn du Donnerstagabend noch mal auswärts irgendwo spielst – wir hatten glaube ich das Spiel in Piräus, das wir 3:0 gewinnen – um dann am Sonntagabend nach Hoffenheim zu fahren, kurz vor der Länderspielpause. Das ist nicht selbstverständlich, dass du dann wieder zu Null spielst und eigentlich das Spiel auch in unsere Richtung hätte kippen können. Das ist dann einfach auch gut durchgezogen bis zum Schluss. Vor allem nach den Niederlagen sind wir sehr gut zurückgekommen.


"Das möchte man sich wirklich nicht vorstellen, wie Freiburg ohne Christian Streich wäre. Weil irgendwie gehört er einfach dazu - quasi wie die Preiselbeeren zum Schnitzel."

Michael Gregoritsch

Einen großen Anteil am Erfolg hat natürlich Christian Streich. Du hast jetzt dein erstes halbes Jahr mit ihm erlebt. Er ist sicherlich einer der prägendsten und mitreißendsten Trainer in der Liga. Man mag sich gar nicht vorstellen: wo würde denn der Sport-Club ohne Streich stehen und wie ist vor allem dein Verhältnis zu ihm?
Das möchte man sich wirklich nicht vorstellen, wie es ohne ihn wäre. Weil irgendwie gehört er einfach dazu - quasi wie die Preiselbeeren zum Schnitzel (lacht).
Er ist wirklich einfach ein ganz toller Trainer, der sehr viele Facetten sehr gut beherrscht und uns mit seinem Trainerteam gemeinsam immer gut einstellt. Vor allem auch menschlich, er ist ein wirklich guter Zuhörer und geht auch auf die Bedürfnisse von einzelnen Spielern ein. Also ich fühle mich sehr wohl mit ihm. Mich freut es unfassbar, dass es dann doch noch geklappt hat, dass wir zusammenarbeiten. Ich glaube einfach so wie die Mannschaft Fußball spielt, so wie sich die Mannschaft auch auf dem Platz verhält, spiegeln wir so ein bisschen den kompletten Verein und der komplette Verein spiegelt sich natürlich auch aus der Arbeit vom Trainer, vom Sportvorstand Jochen Saier und vom Sportdirektor Klemens Hartenbach.

Im Sommer kam ja das Interesse aus Freiburg. Wie sehr musstest du denn noch überzeugt werden von dem Wechsel, als er sich angebahnt hat?
Das war relativ schnell klar, dass es für mich nach Freiburg geht - und dass ich auch nach Freiburg gehen möchte. Auf der anderen Seite war es schon so, dass ich für mich selbst gesagt habe: Ich möchte jetzt in den Verhandlungen keine so enge emotionale Verbindung schaffen und dann klappt es vielleicht nicht. Und dann komme ich wieder in ein Loch, wie es vor drei Jahren der Fall war, als ich die Geschichte hatte mit Werder Bremen. Deswegen war ich immer der Meinung, dass es mit Augsburg natürlich komplett passen muss. Aber auch das wurde super gelöst. Da wurden ganz offene und ehrliche Gespräche geführt. Und dann war es einfach so, dass man ganz klar sagen muss: das war der logische Schritt für mich und demnach auch die einzige Lösung.

Es gab ja einen Tauschdeal: für dich ging Ermedin Demirović nach Augsburg. Haben solche Transfers Zukunft, gerade bei solchen Klubs mit weniger finanziellen Mitteln, dass es wie bei euch dann so gut aufgehen kann?
Dass es mit Demi auf der anderen Seite auch so aufgeht, ist natürlich super. Das freut mich auch für ihn. Das war aber glaube ich eher Zufall, dass Augsburg auch einen Spieler gesucht hat, der das Profil hatte von Demi - und Demi glaube ich auch von Freiburg weg wollte. Aber klar können so Tauschmodelle in Zukunft - auch aufgrund der Situation, dass durch Corona natürlich auch immer noch Einnahmen fehlen -, schon interessant werden. Bevor man sich irgendwo anders einen Spieler sucht, fragt man vielleicht: ‚Was ist denn eigentlich mit dem, wollen wir da nicht einen Tausch machen?‘

Freiburg steht in dieser Saison aktuell bei drei Niederlagen. Ihr habt eigentlich nur gegen die Top-Klubs verloren. Könnt ihr an diese Leistungen anknüpfen im neuen Jahr, oder denkt ihr, dass vor allem die Konkurrenz noch mal zulegt und es euch ein bisschen schwerer macht, da ganz oben mitzuspielen?
Es macht schon etwas aus, wenn du nach der Hinrunde Zweiter und nicht Zehnter bist. Ich glaube, dass wir es wirklich gut gemacht haben. Wir waren immer gut eingestellt, wir waren immer auf
Augenhöhe - außer gegen Leipzig und Bayern. Klar, die Gegner werden sich gut darauf einstellen, aber auch wir werden uns weiterhin sehr gut auf die Gegner einstellen und diese Mentalität an den Tag legen, dass wir unsere Qualität dann zum Tragen bringen können.

Wie ist es gerade zu erklären, dass sich kaum Schwächephasen bei euch über ein Jahr finden lassen und ihr die Leistungen so konstant bringen könnt?
Ich glaube, das ist eben diese Mischung aus dem gut zusammengestellten Kader, aus den Spielern, die diese nötige Mentalität auf den Platz bringen und eben einem Trainerteam, das uns gut einstellt. Es ist eine Konstanz im Verein; seit Jahren. Ich habe vor kurzem mal gesagt: ‚Eine zweite Saison in Folge ist kein Glück mehr, sondern ein Zeichen von einer deutlich gesteigerten Qualität‘.


"Es ist eine Konstanz im Verein; seit Jahren. Ich habe vor kurzem mal gesagt: ‚Eine zweite Saison in Folge ist kein Glück mehr, sondern ein Zeichen von einer deutlich gesteigerten Qualität‘."

Michael Gregoritsch

Von außen bewertet man das ja manchmal so: 'Okay, der SC Freiburg – Europa League ist schon echt fast das Maximum. Champions League, da passen die auch gar nicht wirklich rein.' Aber wie sehr hättest du denn Bock auf Königsklasse, auf die ganz großen Klubs und meinst du, dass die Freiburger da auch irgendwie hingehören nach den letzten Jahren?
Also ich habe Riesen-Lust da drauf. Und natürlich glaube ich auch, dass es diese Saison möglich ist. Ich meine: wir haben es uns jetzt nach 15 Spielen so erspielt, dass wir mit dem Punkteschnitt absolut reinrutschen würden. Ich glaube, wenn wir das ansatzweise halten und es geht Richtung Spieltag 30, dann könnten wir gerne drüber sprechen, dass das jetzt unser endgültiges Ziel ist. Aber im Moment ist es natürlich so, dass wir irgendwo in der Nähe bleiben wollen und dass wir da lange drum mitspielen können und vor allem, dass wir unser Level halten, so wie wir es gespielt haben bisher. Wir brauchen uns gar nicht so sehr darum kümmern, wer uns jetzt von hinten überholen könnte. Sondern wenn wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen, bleiben wir weiter bei uns.

Was rechnet ihr euch denn für die Europa League aus, was sind da jetzt die Erwartungen?
Dadurch, dass es fast sieben oder acht Spiele bis zum ersten Spiel in der Europa League sind, bereiten wir uns da jetzt nicht besonders vor. Aber jede Runde, die wir weiterkommen, ist eine Riesen-Zusatzrunde. Jedes Spiel, das wir Donnerstagabend noch spielen dürfen, ist für uns ein absolutes Highlight-Spiel. Wir hoffen einfach, dass wir eine coole Runde kriegen im Achtelfinale. Vielleicht gelingt uns ja die nächste Sensation, dass wir ins Viertelfinale einziehen. Der Fokus liegt jetzt aber erst einmal auf der Bundesliga, dann kommt nach vier Spielen der Pokal dazu.

Ihr habt ein gutes System, ich kann mich auch als Fan eurer Spielweise outen, was natürlich auch damit zusammenhängt, dass es beim Sport-Club eigentlich keinen gibt, der sich vor allem auch in der Rückwärtsbewegung mal ausruhen kann. Auch für dich gilt das als Angreifer. Hast du gerade im Defensivbereich noch Qualitäten dazugewinnen können?
Ich musste in Augsburg viel Defensivarbeit machen, deswegen hat es ganz gut gepasst, nach Freiburg zu gehen. Und ich glaube, dass es mittlerweile sowieso nicht mehr möglich ist, als Stürmer vorne rumzustehen und sich quasi an der Defensive gar nicht zu beteiligen. Deswegen: es passt ganz gut. Ich lerne täglich oder wöchentlich dazu. Es werden viele Situationen besprochen und im Video gezeigt. Klar wird man dann besser. Es ist ja normal, dass man in einer guten Mannschaft, die erfolgreich spielt noch mal besser wird, als man es vielleicht davor war.

Was aber auch auffällt bei euch, vielleicht auch im Vergleich zu anderen Vereinen: Eure Fitness- und eure medizinische Abteilung scheinen zu überzeugen. Zumindest fallen selten mehrere Leistungsträger über eine längere Zeit aus. Gibt es eine Erklärung dafür, warum euch nur selten große Verletzungen zurückwerfen?
Einerseits ist es glaube ich auch ein bisschen Glück. Andererseits muss man ein Riesen-Lob aussprechen an unsere medizinische Abteilung. Wie viele Spiele wir jetzt hatten und wie wenig Ausfallzeit wir hatten – das ist natürlich beeindruckend.

Ihr habt natürlich auch einen etwas breiteren Kader als die Konkurrenz, eben auch durch die wenigen Verletzungen. Ist dann auch die Teamchemie entscheidend, dass man ohne Murren akzeptieren kann: Ich sitze jetzt mal nur auf der Bank, auch wenn
es, wie du sagst, ein Highlight-Spiel ist und natürlich die Motivation sehr groß wäre?
Es gibt so viele Spieler, die den Anspruch haben hier zu spielen und trotzdem ist es sehr entspannt, wenn man mal auf der Bank sitzt. Aber klar ist es natürlich auch so, dass wenn man viele Spiele hat und die dann auch erfolgreich bestreitet, dass es dann schon auch noch mal einen Tick einfacher ist. Das muss man ganz ehrlich sagen.


"Wir sind als Tabellenzweiter ins Trainingslager gefahren und irgendwie ist gefühlt kein Kamerateam und kaum Fans da. "

Michael Gregoritsch

Mit Kevin Schade hat euch nun ein sehr talentierter Spieler verlassen. Fast jeden Sommer stehen einige von euren Stars auf den Zetteln anderer Klubs. Viele entscheiden sich aber auch vor allem in den letzten Jahren für einen Verbleib beim Sport-Club. Hat Freiburg eigentlich alles zu bieten, worauf es für einen Fußballprofi gerade in der Bundesliga ankommt?
Ich glaube, dass der Verein einfach sehr ruhig arbeitet. Wir sind als Tabellenzweiter ins Trainingslager gefahren und irgendwie ist gefühlt kein Kamerateam und kaum Fans da. Und das ist natürlich auch für junge Spieler entspannt, sich da weiterentwickeln zu können. Weil vor allem schlechte Spiele nicht immer in der Presse ausgeschlachtet werden, die guten Spiele aber sehr gut honoriert werden. Vor allem aber, weil wir einen sehr guten Fußball spielen. Und dann entsteht einfach ein gutes Klima für junge Spieler. Zusätzlich ist es eine Arbeitsmoral hier in der Mannschaft, die ich bisher noch nicht so gesehen habe. Und dann als junger Spieler kommt man in so eine Truppe rein, wo eben sehr viele arrivierte Spieler seit Jahren Bundesliga spielen und vorleben, wie man das macht.

Passend zur Teamchemie die Frage: Als du im Sommer angekommen bist, war Philipp Lienhart schon da. Ihr seid Nationalmannschaftskollegen. Wie wichtig sind auch solche Connections dafür, dass auch neue Spieler sofort integriert werden?
Erst einmal glaube ich, dass es auch ohne den Philipp sehr einfach gewesen wäre, sich zu integrieren. Aber klar ist es natürlich ein Vorteil, wenn man einen hat, der schon hier ist und der einem ein paar Abläufe zusätzlich noch erklärt, vielleicht sogar noch im Dialekt. Das macht alles ein bisschen einfacher. Grundsätzlich ist die Mannschaft an sich aber einfach eine gute Truppe, mit einem guten Charakter. Das macht es sehr einfach, sich hier zu integrieren. Selbst wenn man eher ein Eigenbrötler ist, wird man hier komplett akzeptiert.

Du bist einer von mehreren Mitspielern im Team im besten Fußballalter. Euer Kader ist aber auch gespickt mit vielen jungen und hungrigen Spielern. Siehst du dich da schon als Vorbild und kannst deine Erfahrungen bereits weitergeben?
Nein, als Vorbild sehe ich mich nicht. Aber ich möchte so voran gehen, dass sich andere Spieler auch von mir etwas abschauen. Genauso, wie ich es von den anderen tue. Das ist ja eben diese gute Mischung, von der ich spreche. Dass sich einfach sehr viele Spieler hier entwickeln können, weil sie von anderen Spielern vieles lernen können, die eben seit Jahren erfolgreich hier spielen. Die Truppe passt einfach genauso, wie sie zusammengestellt ist. Ich schaue mir aber genauso auch etwas von den jungen Spielern ab. Wer wäre ich, dass ich sage: 'Das, was der 21-Jährige macht, das ist alles falsch und nur ich mache alles richtig.' Von dem her: Auch oder gerade als älterer Spieler kann man auch von einem jungen etwas dazulernen, sehr viel sogar.

Für dich ist der Sport-Club die siebte Profistation in Deutschland. Zeigst du in Freiburg dein bisher stärkstes Niveau? Und warum ist das so?
Meine Stärken, die ich habe, werden hier einfach optimal genutzt und nicht irgendwo reingepresst, sodass ich Dinge machen müsste, die ich vielleicht gar nicht so gut kann. Und deswegen macht es das auch recht einfach für mich. Das letzte Jahr war mit Abstand mein stärkstes Kalenderjahr, das ich jemals gespielt habe.

Ist der SC Freiburg auch einfach ein Verein, der wirklich jeden Spieler ein bisschen besser macht?
Jeden vielleicht nicht. Ich kenne auch viele Spieler, bei denen es hier vielleicht nicht funktionieren würde, wo es dafür aber woanders sehr gut funktioniert. Aber auf jeden Fall eine große Anzahl davon. Es ist auf jeden Fall ein Verdienst des Trainers, Sportchefs und Sportdirektors.

Verfolgst du deine früheren Vereine noch?
Um ehrlich zu sein: vor allem den FCA natürlich und den HSV. Das sind die zwei Vereine, die mir schon in der Vergangenheit sehr ans Herz gewachsen sind. Beim HSV und beim FCA schaue ich schon viel drauf.

Vielleicht noch mal ein paar Worte zu den Fans und zum Umfeld. Hast du schonmal ein so abgestimmtes und ruhiges Vereinsumfeld erlebt, mit dieser gewaltigen Atmosphäre dahinter?
Nein, so noch gar nicht. Ich habe selten so eine positive Art und Weise im Stadion erlebt wie hier. Klar, wir spielen natürlich sehr erfolgreich und haben zuhause nur ein Spiel verloren. Aber wie lange die Fans auch nach dem Spiel im Stadion bleiben und einfach das genießen sowie diese positive Art und Weise, wie sie uns unterstützen. Das ist glaube ich schon recht einzigartig.

Gibt es schon Fangesänge von dir, oder sind die noch in Arbeit?
Leider nein, die gibt es noch nicht. Aber gibt es ja sowieso selten in Deutschland bei einzelnen Spielern. Da muss ich wahrscheinlich nach England gehen (lacht).

Zum Abschluss noch die Frage: Welche Ziele verfolgst du persönlich, aber auch mit dem Verein für das anstehende Jahr? Und vielleicht auch zu deinen Zielen mit der Nationalmannschaft, nach auch eher schweren Jahren mit den „Ösis“.
Da hast du natürlich das super Wort benutzt. Das mögen wir sehr gerne, wenn wir „Ösis“ genannt werden (lacht).
Mit Österreich ist es natürlich das Ziel zur Europameisterschaft zu fahren, zumal sie im Nachbarland stattfindet. Ich glaube, dass wir Österreicher dann schon auch die Stadien recht voll machen können. Und mit Freiburg: Ich möchte genauso weiterspielen, wie es bisher war. Wenn wir es ansatzweise schaffen, dass wir den Punkteschnitt halten und vor allem diese Leistungen weiterhin bringen, dann haben wir sehr viel richtig gemacht.


Alles zum SC Freiburg bei 90min:

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