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Meyer-Vater erklärt sein Protz-Häme-Video: Verlorene Wette gegen Schalke?

Max Meyer
Sebastian Frej/MB Media/Getty Images

Während er im Lamborghini seines Sohns sitzt und durch "die verbotene Stadt Gelsenkirchen" fährt, so sein Wortlaut, spottet Hans-Joachim Meyer über Schalke. Sohnemann Max Meyer hingegen findet das offenbar nicht so lustig, reagiert mit einem Statement - das gab nun auch der Vater ab, in dem er das Video erklärte.

Am Donnerstag verbreitete sich ein Video ziemlich rasant unter den Fans von Schalke 04: Hans-Joachim Meyer, Vater von Max Meyer, fährt im Lamborghini durch Gelsenkirchen und lästert - während er fährt - in die Handykamera. Seine Worte: „Besser geht nicht, Männer. Durch die verbotene Stadt Gelsenkirchen zum Steuerberater. Schön mit dem bezahlten Lambo vom Pleite-Klub. Herrlich!"

Max Meyer reagierte in einem Statement zu dem Video und erklärte, dass diese Worte seine Sicht keineswegs widerspiegeln oder zu ihm passen.

Verlorene Wette als Entschuldigung für Pöbel-Video - Verdacht auf ernst gemeinte Worte liegt nahe

Nun erklärte Papa-Max, es habe sich um eine verlorene Wette gehandelt. In dieser habe er zum erfolgreichen Rückrunden-Start behauptet, Königsblau würde am Ende der Saison vor Erzrivale Borussia Dortmund stehen - offenbar ein Irrtum, weshalb er sich gestellt über "seinen Lieblings-Verein" lustig machen musste. "Ich habe das Video in unsere Gruppe gestellt, und dann nahm das Unheil seinen Lauf", sagte er (via Bild). Zudem erklärte er, dass sein Sohn nun zurecht sauer auf ihn sei, schließlich habe er ihm "unbeabsichtigt einen Bärendienst erwiesen".

Von der Entschuldigung und der Erklärung mag jeder halten, was er möchte. Am Ende würde es wohl nicht allzu überraschend sein, wäre diese im Video erklärte Sicht auf Schalke das tatsächliche und echte Gefühl innerhalb der Meyer-Familie. Nicht, dass der S04 ein solches Verhalten in irgendeiner Weise provoziert hätte - viel eher, weil schon das ein oder andere Mal durchgedrungen ist, wie Max Meyer mittlerweile zu den Knappen steht.

Max Meyer
Meyer verließ Schalke sicher nicht im guten Verhältnis... | TF-Images/Getty Images

Süffisant kommentierte er etwa den Rücktritt von Christian Heidel im Februar 2019 auf Instagram mit dem Titel "Goat", in der Fußball- bzw. Sport-Szene als "Greatest Of All Time" verstanden. Nach den Vorwürfen, unter Heidel habe sich die Zeit wie Mobbing angefühlt, wie dem erklärten Verlangen von damals, nie wieder unter dem Ex-Sportvorstand spielen zu wollen, ist es mehr als eindeutig, wie eine solche Nachricht zu verstehen war.

Auch erklärte der 24-Jährige zu seinem Wechsel zu Crystal Palace, dass sein neuer Verein vermutlich auch stärker wäre, als der S04. Ein mit Dankbarkeit erfüllter Spieler, der auf Schalke den Durchbruch geschafft und dort immer Rückendeckung erfahren hat, würde derartige Worte eher nicht äußern. So liegt schlussendlich die Vermutung nahe, dass Vater-Meyer womöglich auch schlicht - aus seiner Sicht - ernste Worte in die Kamera sprach. Eine Handykamera übrigens, die der Polizist (!) während des Autofahrens laufen ließ.