Wegen Vuskovic: Boldt kritisiert die Nationale Anti Doping Agentur

Oscar Nolte
Mario Vuskovic
Mario Vuskovic / Oliver Hardt/GettyImages
facebooktwitterreddit

Aufgrund einer positiven A- und mittlerweile auch einer positiven B-Probe ist Mario Vuskovic aufgrund der DFL-Regularien hinsichtlich Dopings bis auf Weiteres gesperrt. HSV-Sportvorstand Jonas Boldt kritisierte in diesem Zuge nun die Nationale Anti Doping Agentur.


Bei positiver A- und B-Probe gibt es eigentlich keine weitere Argumentationsgrundlage: der getestete Spieler hat gedopt. Ob bewusst oder unbewusst, das steht auf einem anderen Blatt Papier, das Resultat allerdings ist klar. Mario Vuskovic vom Hamburger SV wurde in beiden Proben positiv getestet - damit droht im eine lange Sperre.

Vuskovic besteht auf Unschuld - HSV will DNA-Test machen

Der Kroate besteht aber weiterhin auf seine Unschuld. Im Zuge der Aufklärung hätte und würde sich HSV-Sportvorstand Jonas Boldt mehr Unterstützung der NADA (Nationale Anti Doping Agentur) wünschen, wie er am Rande des Hamburger Trainingslagers klarstellte.

"Wenn man das ganze Prozedere sieht, wirft das schon viele, viele Fragen auf. Da finde ich, dass wir auch ein bisschen alleingelassen werden von der NADA. Wir sind bereit, das alles aufzuklären, aber die Kooperation von der anderen Seite lässt doch zu wünschen übrig", sagte Boldt Magenta TV.

Aufzuklären gilt eigentlich nur noch, wie das Doping-Mittel in den Körper von Mario Vuskovic kam - nämlich bewusst oder unbewusst. Boldt und Vuskovic suchen aber weiterhin nach einer Grundlage, die Proben anzufechten. Vuskovic habe beispielsweise angeboten, zusätzlich eine DNA-Probe abzugeben. "Aber irgendwie haben die (NADA, Anm.) das abgelehnt", monierte Boldt.

Mit einem DNA-Test könnte lediglich nachgewiesen werden, ob die getestete Urin-Probe tatsächlich von Vuskovic stammt, oder ob ein Verfahrensfehler vorlag. Eigentlich also eine Anfrage, der die NADA für eine nahtlose Beweisführung nachkommen sollte. Zumindest dahingehend ist Boldts Zorn nachzuvollziehen - es ist aber unwahrscheinlich, dass die Urin-Probe nicht von Vuskovic stammte.


Alles zum HSV bei 90min:

facebooktwitterreddit