Keine Vertragsgespräche: Reus-Seite wirft BVB "Respektlosigkeit" vor

Henry Einck
Marco Reus
Marco Reus / TOBIAS SCHWARZ/GettyImages
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Der Vertrag von Marco Reus bei Borussia Dortmund läuft im kommenden Sommer aus. Bislang wurden keine Gespräche geführt. Das Verhalten der BVB-Verantwortlichen soll von der Reus-Seite als "Respektlosigkeit" aufgenommen werden. Ein Treffen soll zeitnah stattfinden.


Die Nachrichten der letzten Wochen rund um Borussia Dortmund betreffen vor allen Dingen Youssoufa Moukoko. Der Vertrag des Talents läuft im Sommer aus. Die BVB-Verantwortlichen bemühen sich seit langer Zeit, Moukoko von einem Verbleib zu überzeugen. Anders ist die Situation bei Marco Reus. Eine Verlängerung war bisher kein Thema - trotz auslaufendem Vertrag.

Die vereinsnahe WAZ hat sich im Umfeld von Marco Reus umgehört, wie das Verhalten der BVB-Verantwortlichen bewertet wird. Klar ist: Die Enttäuschung und Verärgerung nehmen zu. In Gesprächen sollen Worte wie "Respektlosigkeit" gefallen sein. Der Offensivspieler schaue sich inzwischen nach Alternativen um. Gerade die Priorisierung der Vertragsgespräche von Youssoufa Moukoko sollen Verwunderung auslösen.

Die WAZ-Redaktion berichtet zudem, dass sich Marco Reus und Sportdirektor Sebastian Kehl zeitnah zusammensetzen wollen. In dem Gespräch soll über die Zukunft beim BVB diskutiert werden. Eine Rolle spielt dabei sicherlich auch, dass die BVB-Verantwortlichen die Gehaltsstruktur im Kader verändern wollen. Die Gehälter sollen leistungsbezogener ausgezahlt werden. Das könnte Reus direkt betreffen: Der Rechtsfuß ist mit rund zwölf Millionen Euro Jahresgehalt Top-Verdiener.

Gehaltssenkung nicht gerechtfertigt

Eine Gehaltssenkung sehe die Reus-Seite nicht gerechtfertigt. Im Umfeld verweist man darauf, dass Reus derjenige sei, der "sich immer vor die Kameras stellen müsse" und "die Enttäuschung nach Rückschlägen immer abbekäme". Darüber hinaus habe Reus vor seiner Verletzung gezeigt, wie wichtig er für das BVB-Spiel immer noch sei.

Der Ausgang des Gesprächs könnte Reus' Gedanken über das kürzlich bekannte gewordene Interesse aus Saudi-Arabien beeinflussen. Englische Medien hatten berichtet, dass sich Al-Nassr, der neue Klub von Cristiano Ronaldo, mit dem BVB-Kapitän beschäftigt. "Natürlich schaue ich voraus, ich habe noch ein halbes Jahr Vertrag, es wäre falsch, wenn ich mir keine Gedanken machen würde", sagte Marco Reus zuletzt über seine Zukunft.


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