Manchester United

Manchester United beginnt Planungen für die Zeit nach Solskjær

Nikolas Pfannenmüller
Brendan Rodgers könnte Ole Gunnar Solskjær als Trainer von Manchester United bald ablösen.
Brendan Rodgers könnte Ole Gunnar Solskjær als Trainer von Manchester United bald ablösen. / James Williamson - AMA/GettyImages
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Bei einer Fortdauer des derzeitigen Abwärtstrends droht Manchester United seine Saisonziele zu verpassen. Der Trainerstuhl von Ole Gunnar Solskjær wackelt gewaltig, doch entlassen wurde der Norweger noch nicht. Als potentieller Nachfolger steht der Name Brendan Rodgers im Raum.


Der 3:0-Sieg am 30. Oktober bei den ebenfalls strauchelnden Tottenham Hotspur hat Ole Gunnar Solskjær wohl seinen Trainerjob gerettet - vorübergehend. Fans und Experten stellen sich aktuell die Frage, wie lange der 48-Jährige noch weitermachen darf.

Wie lang darf Solskjær noch im Amt verweilen?

Nach der 0:5-Niederlage gegen den FC Liverpool am 24. November war bereits gemutmaßt worden, dass dieses das letzte Spiel für Solskjær im Old Trafford gewesen sein könnte.

Mit dem Sieg über Tottenham scheint Solskjær seine Entlassung wohl nur aufgeschoben zu haben. Die beiden letzten Spiele vor der Länderspielpause (ein 2:2 bei Atalanta Bergamo und eine 0:2-Niederlage im Stadtderby gegen Manchester City) geben wenig Hoffnung auf eine Wende unter dem aktuellen Trainer.

Klubintern gilt ein Trainerwechsel als unabdingbar

Auch klubintern soll der Rückhalt von Solskjær verschwindend gering sein: Wie die Manchester Evening News erfahren haben will, hat Manchester United nach den Niederlagen gegen Liverpool und Manchester City entschieden, dass ein Trainerwechsel notwendig ist.

In der Premier-League-Tabelle müssen sich die Red Devils mit dem 6. Platz begnügen, mit bereits vier Niederlagen aus elf Spielen und einem durchwachsenem Torverhältnis von 19:17 erfüllt das Team derzeit nicht die hohen Erwartungen.

Selbst der schwach gestartete FC Arsenal ist inzwischen an United vorbeigezogen auf den 5. Rang. Manchesters Rückstand auf Tabellenführer Chelsea beträgt bereits neun Zähler.

Brendan Rodgers soll Top-Kandidat bei Manchester United sein

Über einen Trainerwechsel und potentielle Nachfolger wird in der Führungsriege von Manchester United anscheinend eifrig nachgedacht. Brendan Rodgers soll einer der Top-Kandidaten sein. Der Nordire ist allerdings nicht unmittelbar verfügbar, da er momentan Leicester City trainiert.

Manchester United müsste sich mit Leicester auf eine Ablösesumme einigen, da der amtierende englischen Pokalsieger seinen Coach nicht so einfach gehen lassen möchte. Von einer hochrangigen Vereinsquelle heißt es, dass Solskjær bis zum Ende der Saison Trainer bleiben könnte, da Rodgers etwa nicht sofort verfügbar ist.

United soll nach der Absage von Antonio Conte unter anderem Ajax-Trainer Erik Ten Hag, den spanischen Nationaltrainer Luis Enrique und mit Zinedine Zidane den Ex-Trainer von Real Madrid auf dem Zettel haben. Als Favorit soll jedoch Brendan Rodgers gelten.

Zidane will nach Informationen des Journalisten Christian Falk eine Pause bis zum kommenden Sommer einlegen. Aktuell soll sich der Franzose nicht bereit dazu fühlen, um mitten in der Saison einen Premier-League-Klub zu übernehmen.

Rodgers betreut Leicester seit Februar 2019. Mit den Foxes hat er die Liga in den letzten beiden Jahren jeweils auf dem fünften Platz abgeschlossen und die Champions-League-Qualifikation beide Male erst am letzten Spieltag der Saison verpasst. In der vergangenen Spielzeit schlug seine Mannschaft im FA-Cup-Finale den FC Chelsea mit 1:0.

In den direkten Duellen gegen Manchester United hat Rodgers sich viel Prestige erarbeitet. Leicester gewann Mitte Oktober mit 4:2 gegen United, im Mai besiegte das Team von Rodgers den Rivalen mit 2:1. Im FA-Cup-Viertelfinale in der letzten Spielzeit scheiterte Manchester ebenfalls an Leicester.

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