Cristiano Ronaldo

Man United denkt an Vertragsauflösung: Wie & wo geht es weiter mit Cristiano Ronaldo?

Simon Zimmermann
Quo vadis, Cristiano?
Quo vadis, Cristiano? / Visionhaus/GettyImages
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Die Beziehung ist endgültig zerbrochen. Nach den schweren Vorwürfen von Cristiano Ronaldo gegen Manchester United und Trainer Erik ten Hag dürfte CR7 nie mehr für die Red Devils auflaufen. Während der Klub an eine Vertragsauflösung denkt, scheinen derzeit nur zwei Topklubs für einen Ronaldo-Transfer infrage zu kommen.


Nach dem Rundumschlag-Interview von Cristiano Ronaldo scheint klar: Für den 37-Jährigen kann es keine Zukunft mehr bei Manchester United geben. Der Portugiese dürfte eine Trennung im Winter genau im Kopf gehabt haben, als er im Gespräch mit Piers Morgan gegen die Red Devils und Trainer Erik ten Hag lederte.

Der Klub veröffentlichte am Montagnachmittag eine Stellungnahme. Darin äußerte man sich zurückhaltend. Man wolle erst reagieren, sobald die Sachlage "vollständig geklärt" sei. In dieser Woche soll das Video-Interview von CR7 komplett ausgestrahlt werden. Dann könnten weitere Vorwürfe öffentlich werden.

Man United denkt an Vertragsauflösung

Man United kann das sicherlich nicht auf sich sitzen lassen. Laut dem in der Regel sehr gut informierten Telegraph erwägt der Klub bereits, den Vertrag mit Ronaldo im Januar aufzulösen. Vorausgesetzt er verlangt keine Abfindung.

Eine Schlammschlacht mit CR7 wolle man unbedingt vermeiden. Heißt auch, dass Ronaldo im Winter ablösefrei wechseln könnte. Die Frage ist nur, wohin? Schon im Sommer wollte der 37-Jährige unbedingt weg - United war schließlich auch zu einem Verkauf bereit. Einen passenden Abnehmer ließ sich nicht finden.

Für den fünffachen Ballon d'Or-Sieger kommt ein Wechsel etwa in die Wüste oder in die MLS offenbar (noch) nicht infrage. Ronaldo will weiter auf dem höchsten Level spielen - am liebsten wieder in der Champions League.

Chelsea oder PSG als Exit-Strategie für CR7?

Viele Klubs kommen also nicht in Betracht. Ein Wechsel nach Dortmund oder München ist definitiv kein Thema. Beide haben schon vergangenen Sommer abgewunken. Auch der FC Chelsea entschied sich gegen einen möglichen Transfer - vor allem aber wegen des Vetos von Thomas Tuchel. Der ist bekanntlich mittlerweile nicht mehr Trainer der Blues. Klub-Eigner Todd Boehly findet die Idee von CR7 im Chelsea-Trikot dagegen weiter charmant. Ob es aber tatsächlich zu einem Vorstoß der Blues kommt, bleibt völlig offen.

Sky berichtet zudem, dass PSG plötzlich wieder ein "heißer Kandidat" sei. Demnach suche man in Paris noch nach einem Mittelstürmer, da Kylian Mbappé nicht auf der Neun spielen möchte. Die Besitzer aus Katar wären von einer "Jahrtausend-Elf" mit Mbappé, Messi, Neymar und Ronaldo durchaus angetan. Ronaldo selbst könnte sich selbstredend ein Engagement an der Seine gut vorstellen.

Der neue Sportchef Luis Campos hätte allerdings sicher etwas dagegen. Der Portugiese will weg von den Glamour-Transfers und vermehrt auf jüngere Spieler setzen. Zudem könnte auch das Financial Fairplay eine Rolle spielen. Ein Cristiano Ronaldo will schließlich auch bezahlt sein.

Ob sich PSG tatsächlich noch ein weiteres einnehmendes Ego in den Kader holen möchte? Sehr fraglich!

Es bleibt also völlig offen, wie und vor allem wo es mit Ronaldo weitergeht. Nur im Old Trafford dürfte er ziemlich sicher nicht mehr auflaufen.


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