Manchester United

Die Gewinner & Verlierer der United-Vorbereitung unter ten Hag

Yannik Möller
Erik ten Hag
Erik ten Hag / Mike Owen/GettyImages
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Auch bei Manchester United nähert sich die Saisonvorbereitung dem Ende. Unter Erik ten Hag als Trainer mussten sie sich ordentlich ins Zeug legen, um einen guten Eindruck hinterlassen zu können. Das hat manch ein Spieler deutlich besser geschafft, als der ein oder andere Teamkollege.


Alle Trainer sind ehrgeizig und wollen erfolgreich sein, doch nicht viele sind davon derart besessen, wie Erik ten Hag. Besessen im positiven Sinne, versteht sich. Er bereitet jede kleine Einheit, jede Übung, jede Spielform - und die Spiele sowieso - bis ins kleinste Detail vor. Davon ist immer wieder zu hören.

Weil er selbst 100 Prozent gibt, fordert er auch von seinen Spielern den vollen Einsatz. Wer nicht mitzieht, hat schlechte Karten und muss sich neu beweisen. Das hat schon der ein oder andere Spieler bei Ajax Amsterdam in den letzten Jahren zu spüren bekommen.

Ein entsprechend großer Fokus lag nun auch auf der Saisonvorbereitung bei Man United. Ein sehr fordernder Coach trifft auf seine neue Mannschaft, die in den Monaten zuvor nicht gerade als tolle Einheit galt, die zusammen gearbeitet hatte. Also musste der Trainer nicht nur das Team, sondern auch die einzelnen Spieler in den Fokus nehmen.

Herauskristallisiert haben sich einige Gewinner und auch einige Verlierer. Die Konsequenzen dessen werden nicht nur in den letzten beiden Tests zu sehen sein, sondern vor allem auch im Liga-Auftakt in etwas weniger als zwei Wochen.


Die Gewinner: Martial, Sancho und Dalot

Zu den Gewinnern zählt der britische Telegraph, der die Vorbereitung unter ten Hag genau beobachtet hatte, unter anderem Anthony Martial, Diogo Dalot und Jadon Sancho.

Der ehemalige Dortmunder soll in dieser Spielzeit endlich durchstarten und sein beachtliches Potenzial ausschöpfen. Dem Coach soll gefallen haben, wie sehr er sich als Teil des Angriffs-Trios auch beim Spiel gegen den Ball engagiert hat. Ein für den Niederländer sehr wichtiger Teil seiner Spielphilosophie.

Dass er zuletzt bereits drei Treffer erzielen konnte, zeigt, dass er unter ten Hag auch wieder torgefährlicher zu werden scheint. Eine grob ähnliche Struktur, etwa im Pressing, wie es beim BVB teilweise der Fall war, scheint ihm zu helfen.

Jadon Sancho
Jadon Sancho / Matthew Ashton - AMA/GettyImages

Martial etwa galt bis zum Ende der vorigen Saison als Kandidat für einen Verkauf. Nun wird er als einer, wenn nicht gar der primäre Angreifer im Zentrum gehandelt.

Das Auf und Ab der letzten Jahre scheint sich nun in einem positiven Trend zu festigen. Ein Trend, der dafür sorgt, dass er sich des Vertrauens des Coaches zumindest vorerst sicher sein kann. Das gilt auch für Dalot: Er wurde frühzeitig gegenüber Aaron Wan-Bissaka vorgezogen - und bei dieser Wahl ist es auch geblieben. Ten Hag gefällt sein Offensiv-Drang, den er gut mit Sancho zusammenbringen kann.

Die Verlierer: Wan-Bissaka, van de Beek und Telles

Die logische Konsequenz aus dem Vorzug für Dalot: Wan-Bissaka rutscht im United-Ranking ordentlich ab. War der 24-Jährige im Vorjahr noch die in der Regel gesetzte Wahl als Rechtsverteidiger, wird er sich nun aus der Underdog-Rolle zurückkämpfen müssen.

Laut dem Telegraph bleibt Manchester deshalb auch offen gegenüber etwaigen Angeboten für den Briten. Dass er in der Vorbereitung gerade einmal 92 Minuten an Spielzeit bekommen hat, wird als klares Indiz für einen erwarteten Abgang gewertet.

Große Hoffnungen angesichts der Installation von ten Hag gab es für Donny van de Beek. Der Niederländer konnte sich noch nicht durchsetzen, was sich unter seinem vorigen Mentor aber noch nicht zu ändern scheint.

Donny van de Beek
Donny van de Beek / Sebastian Frej/MB Media/GettyImages

Dem Bericht zufolge stehen Youngster wie Zidane Iqbal und Charlie Savage derzeit vor ihm. Zu unauffällig, zu wenig Selbstbewusstsein, kaum Input. Allesamt Kritikpunkte, die auch ten Hag aufgefallen sind. Er weiß genau, welche Qualitäten van de Beek auf den Platz bringen kann.

Angesichts der enttäuschenden Vorbereitung, die eigentlich zur Kehrtwende für ihn werden sollte, muss er aber zu den bisherigen Verlierern gezählt werden.

Das gilt auch für Alex Telles. Weder konnte er in den letzten Wochen auf seiner bevorzugten Position als Linksverteidiger aufspielen, noch hinterließ er in den sonstigen Auftritten einen guten Eindruck. Es wird immer deutlicher, von Testspiel zu Testspiel, dass er in den ersten Wochen der neuen Saison kaum eine Rolle spielen wird.

Luke Shaw steht bei ten Hag an erster Stelle, während sich auch Neuzugang Tyrell Malacia dem Telegraph nach vor Telles platzieren konnte. Telles wird demnach nur als linker Außenverteidiger Nummer drei in die Spielzeit starten.


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