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Mainz 05 vor dem Ausverkauf?

Robin Quaison
Robin Quaison könnte bei entsprechender Summe Mainz verlassen | Alexander Hassenstein/Getty Images

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen besonders die kleineren Klubs wie den 1. FSV Mainz 05 sehr hart. Um die finanziellen Schwierigkeiten ein wenig abzufedern, wird man sich von einigen Spielern trennen wollen - droht der Ausverkauf?

So berichtet die Bild, dass neben Moussa Niakhaté auch Jean-Philippe Mateta den Verein verlassen können, sobald eine entsprechende Summe geboten wird. Hierbei soll es sich jeweils um 14 Millionen Euro handeln. Beide Spieler stehen noch bis 2023 in Mainz unter Vertrag, demnach ist die Größenordnung der potenziellen Ablösesummen gerechtfertigt.

Quaison verkaufen oder im nächsten Jahr ablösefrei ziehen lassen?

Bei Stürmer Robin Quaison sieht es allerdings anders aus. Der Schwede besitzt nur noch ein Jahr Restlaufzeit bei den Mainzern und würde ihnen nur noch in diesem Jahr eine Ablöse einbringen. Der 26-Jährige hatte sich in den letzten Jahren in der Bundesliga etabliert und auch in der abgelaufenen Spielzeit starke 13 Tore erzielt - unter 14 Millionen Euro wird man auch ihn nicht veräußern wollen.

Rouven Schroeder
Pokert Rouven Schröder oder setzt er tatsächlich auf den sportlichen Aspekt? | TF-Images/Getty Images

Doch Sportvorstand Rouven Schröder sagte gegenüber der Bild zu Quaison: "Robin ist ein sehr wichtiger Spieler und Leistungsträger für uns. Wir planen aktuell nicht, ihn abzugeben, selbst wenn er dann 2021 ablösefrei wäre."

Beginnt er damit schon indirekt den Ablöse-Poker um den besten Mainzer Stürmer oder verzichtet er wirklich auf dringend benötigte Gelder, um den diesjährigen Tabellen-Dreizehnten in der kommenden Saison konkurrenzfähig zu halten?

Eine schwierige Entscheidung, denn die generierten Summen könnten sicher nicht in vollem Umfang direkt wieder in sportliche Qualität investiert werden, da noch nicht absehbar ist, wann die Vereine wieder Einnahmen aus gefüllten Stadien erwarten können.

Andererseits wäre ein ablösefreier Abgang Quaisons in einem Jahr auch ein eher suboptimales Szenario. Viel Arbeit wartet also auf die Mainzer Verantwortlichen.