Hertha BSC

Magath kritisiert DFL - und spricht über seine Zukunft

Daniel Holfelder
Felix Magath
Felix Magath / Maja Hitij/GettyImages
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Nach seiner Kritik an den Bayern hat Herthas Felix Magath auch an der Deutschen Fußball Liga (DFL) kein gutes Haar gelassen. Der Trainer-Altmeister wundert sich darüber, dass die Partien der letzten beiden Spieltage nicht zeitgleich angepfiffen werden.


"Es irritiert mich. Jetzt haben wir so eine Situation und wir sind mittendrin. Die einen spielen heute, die anderen am Sonntag und wir am Samstag, dass dadurch wieder gemutmaßt werden kann", so Magath auf der Pressekonferenz vor Herthas Heimpartie gegen Mainz. "Ich war davon auch überrascht. Ich kannte es nur so, dass die beiden letzten Spieltage parallel ausgetragen werden. Mir ist das ein Rätsel."

Tatsächlich wird der 33. Spieltag in dieser Saison zum ersten Mal im Freitag bis Sonntag-Rhythmus ausgetragen. Diese Neuerung geht auf eine Entscheidung der DFL zurück, die sich davon bessere Chancen bei der TV-Vermarktung verspricht. Die Hertha tritt am Samstagabend gegen Mainz an, Verfolger Stuttgart reist am Sonntag nach München zu den Bayern. Abstiegskonkurrent Bielefeld spielte bereits am Freitagabend in Bochum.

Magath verwies darauf, dass er selbst einst beim 1:0 der deutschen Nationalmannschaft gegen Österreich in der WM-Vorrunde 1982 auf dem Platz stand. Das Spiel ging als "Schande von Gijón" in die Geschichte ein, da beiden Mannschaften das 1:0 zum Weiterkommen reichte. Die Folge war eine maximal passive Spielweise - kein Team versuchte, ein weiteres Tor zu erzielen. "Ich habe halt die Erfahrung, ich habe ein Spiel mitgemacht, dass anschließend große Diskussionen stattfanden", verwies Magath auf die Parallelen zur heutigen Situation.

Bleibt Magath über die Saison hinaus Hertha-Trainer?

Magath äußerte sich außerdem zu den Gerüchten über seine Zukunft in Berlin. Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass der 68-Jährige auch über die Saison hinaus Hertha-Trainer bleiben könnte.

"Ich bin glücklich mit meiner Situation und werde auch weiter glücklich sein. Ich bin in der guten Lage, dass ich nichts unbedingt machen muss", hielt der wegen seiner harten Trainingsmethoden auch als "Quälix" bekannte Fußballlehrer den Ball flach. Süffisant setzte er hinzu: "Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich mich hinsetze und warte, bis im nächsten März wieder jemand anruft." Sollte der Klassenerhalt mit der Hertha gelingen, dürfte es Magath auch in der neuen Saison nicht an Angeboten mangeln.

Herthas Geschäftsführer Fredi Bobic wollte Fragen zu Magaths Zukunft nicht kommentieren. Er verwies wie in den vergangenen Wochen darauf, dass er sich erst nach dem letzten Spieltag mit der Trainerpersonalie befassen wolle.

Zuletzt hatte der kicker darüber berichtet, dass der Ex-Mainzer Sandro Schwarz in Berlin hoch im Kurs stehe. Schwarz ist momentan bei Dinamo Moskau aktiv. Auch der Name André Breitenreiter, der vor einer Woche mit dem Gewinn der Schweizer Meisterschaft ein dickes Ausrufezeichen setzen konnte, kursiert an der Spree.


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