Hertha BSC

Magath will Hertha-Versöhnung mit den Fans und schwärmt von Boateng

Simon Zimmermann
Magath hatte von Beginn an einen Plan mit dem Prince
Magath hatte von Beginn an einen Plan mit dem Prince / Maja Hitij/GettyImages
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Felix Magath fordert die Versöhnung mit den Hertha-Fans. Bei Anführer Kevin-Prince Boateng gerät er ins Schwärmen. Nicht ganz so sehr schwärmt Max Kruse von Magath. Niemals würde er zu ihm wechseln. "Der ist krank", meint der Wölfe-Angreifer.


Den vorzeitigen Klassenerhalt hat die Hertha in Bielefeld verpasst. Kurz vor Schluss setzte es auf der Alm doch noch den Ausgleich. Dennoch bleibt zwei Spieltage vor Saisonende die Ausgangslage für mindestens Rang 15 gut: Die Alte Dame steht vier Punkte vor dem VfB Stuttgart und sechs Zähler vor Arminia Bielefeld.

Kommenden Samstag (ab 18.30 Uhr) hat Hertha BSC im Heimspiel gegen Mainz den nächsten Matchball. Retter Felix Magath fordert dafür zwei Dinge:

Magath will Fan-Thema vom Tisch haben

Nach der Derby-Pleite gegen Union forderten die Ultras die Spieler auf, ihre Trikots auszuziehen. Seither ist der Riss sicht- und spürbar. Auch in Bielefeld boykottierten die Profis die Fankurve.

Magath fordert: "Das Thema muss vom Tisch. Es darf nicht zu weit gehen, ich gehe von Gesprächen diese Woche aus. Die Mannschaft hat ihren Standpunkt klargemacht, bis Samstag müssen sich alle annähern. Dann wollen wir zusammen den Klassenerhalt schaffen und gemeinsam feiern. Das ist im Interesse aller." (via Bild)

Der Prince soll Hertha führen

Neben dem Zusammenhalt zwischen Fans und Mannschaft brauche es laut Magath einen echten Anführer auf dem Platz. Und der soll Kevin-Prince Boateng heißen! "Prince ist der entscheidende Faktor in den wichtigen Partien. Seine Fähigkeiten sind jetzt gefragt. Er muss uns zum Klassenerhalt führen", sagt Magath gegenüber der Bild über den 35-Jährigen.

"Prince kann das Team führen, bringt Struktur rein, dirigiert seine Mitspieler, geht voran - das haben die letzten Spiele eindrucksvoll gezeigt", lobt der Hertha-Coach seinen Anführer.

Kevin-Prince Boateng
Magath lobt den Prince / Christof Koepsel/GettyImages

Magath erklärt auch seinen Plan mit Boateng, den er von Anfang an verfolgt habe: "Seit dem ersten Tag, wollte ich, dass Prince in den Endspielen auf dem Platz steht. Deshalb habe ich ihn anfangs gegen spielerisch starke Teams auf der Bank gelassen. Das Risiko einer Verletzung war zu groß. Er sollte gegen Augsburg, Stuttgart und Bielefeld überzeugen. Und das hat er!"

Kruse würde niemals zu Magath gehen: "Der ist krank!"

Kein Anführer unter Magath werden will dagegen Wolfsburgs Max Kruse. Der 34-Jährige hat sich nach seinem 300. Bundesliga-Spiel und dem geglückten Klassenerhalt mit den Wölfen über seinen Twitch-Kanal zu Wort gemeldet.

Max Kruse
Auf Magaths Medizinbälle hat Max Kruse eher keine Lust / Matthias Hangst/GettyImages

Dabei beantwortet Kruse Fragen seiner Fans. Eine davon: "Nächste Saison zu Magath?"

"Ich gehe überall hin. Aber niemals zu Magath", antwortet der VfL-Stürmer. "Der ist ein Scheucher! Aber ich habe gehört, bei ihm hat man ab 30 noch mal Pause. Aber der ist krank! Der macht Medizinbälle, bis die Leute kotzen", erklärt Kruse.

Sein geliebtes Nutella dürfte er unter Magath wohl nicht genießen. Ein No-go für Kruse. Dessen Zukunft liegt ohnehin weiter in der Autostadt. In Wolfsburg steht der 34-Jährige noch bis mindestens 2023 unter Vertrag. Die Wölfe können das Arbeitspapier per Option um eine weitere Saison ausdehnen.


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