Lustlos-Auftritte & angedrohter Rauswurf: Gio Reyna äußert sich zu Vorwürfen

Yannik Möller
Giovanni Reyna
Giovanni Reyna / James Williamson - AMA/GettyImages
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Bei der Weltmeisterschaft soll Giovanni Reyna kurz vor dem Rauswurf aus dem Team der USA gestanden haben. Ihm wurden fehlende Professionalität und so manche Lustlosigkeit vorgeworfen. Nun hat sich der Offensivspieler von Borussia Dortmund selbst zu Wort gemeldet.


Bereits im ersten Gruppenspiel der USA wunderten sich einige Zuschauer und insbesondere BVB-Fans, dass Giovanni Reyna keine größere Rolle spielte. Zwar ist die Mannschaft aus den Staaten inzwischen auch individuell deutlich besser bestückt als noch vor einigen Jahren, doch wäre der 20-Jährige sicherlich eine Verstärkung gewesen.

Dass er so wenig gespielt hat, soll laut The Athletic allen voran an einem Lustlos-Auftritt vor der WM, beim Test gegen den katarischen Klub Al Gharafa SC, gelegen haben. Das verärgerte seine Teamkollegen sehr. Als er erfuhr, dass er im ersten Gruppenspiel nicht mehr eingewechselt werden würde, soll er zudem seine Schienbeinschoner wütend auf den Boden geworfen haben. So stand Reyna schlussendlich sogar kurz vor dem Rauswurf aus der Mannschaft.

Vorwürfe, die durchaus schwer wiegen und in indirekter Weise seine Professionalität in Frage stellen. Genau das ist auch der Grund, weshalb sich Reyna nun selbst via Instagram zu Wort meldete.

"Am Boden zerstört": Reyna gibt Fehlverhalten rund um WM zu

"Eigentlich wollte ich mich zu Dingen rund um die WM nicht äußern", eröffnete er. Immerhin sei er der Überzeugung, dass interne Themen rund um das Team auch intern bleiben sollten. Seine Erklärung: "Da aber einige Aussagen getroffen wurden, die sich auf meinen Charakter und meine Professionalität beziehen, bin ich der Meinung, mich auch zu äußern."

Dazu führte der Youngster aus, dass ihm Trainer Gregg Berhalter kurz vor dem Turnier mitgeteilt habe, dass seine Einsatzzeiten bei der WM sehr limitiert sein würden. "Ich war am Boden zerstört", so Reyna. "Ich bin jemand, der mit Stolz und Leidenschaft spielt. [...] Ich bin fest davon ausgegangen und hatte erwartet, dass ich meinen Teil zu dieser talentierten Truppe beitragen kann, damit wir bei der WM ein Statement setzen können."

Weil er zugleich eine sehr emotionale Person sei, muss er im Nachhinein zugeben, sich angesichts der Ankündigung des Trainers nicht optimal verhalten zu haben. Er habe sich von seinen Emotionen leiten lassen und sich entsprechend enttäuscht auch im Training und gegenüber seinen Teamkollegen verhalten.

"Ich habe mich bei ihnen und beim Coach entschuldigt, und mir wurde gesagt, dass sie mir vergeben. Anschließend habe ich die Enttäuschung abgeschüttelt und alles, was ich habe, auf und abseits des Feldes gegeben", so Reyna weiter.

Dennoch sei auch er selbst enttäuscht davon, wie die Berichterstattung - "inklusive manch stark ausgedachter Versionen" - nun fortgeführt wird. Er zeigte sich "extrem überrascht, dass jemand rund um die US-Mannschaft dazu beitragen würde", bezog er sich auf das Öffentlichwerden der internen Vorgänge. Fortan werde er seinen Fokus rund um die Nationalmannschaft auf die WM 2026 legen - und somit mit der unschönen Geschichte abschließen.


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