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Nach Leverkusen-Forderung: Newcastle zieht sich aus Diaby-Poker zurück

Yannik Möller
Moussa Diaby
Moussa Diaby / Lars Baron/GettyImages
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Newcastle United hätte für Moussa Diaby das Sprungbrett in die Premier League bedeuten können. Der neureiche Klub ist aufgrund der hohen Forderungen seitens Bayer Leverkusen jedoch von einem Transfer abgerückt.


Bestenfalls möchte Moussa Diaby zu einem Verein wechseln, "der um den Champions-League-Sieg mitspielt". Ihm ginge es dahingehend um "die großen Spiele". Das erklärte er in der vergangenen Woche.

Durch diese Aussagen wird auch deutlich: Ein Wechsel und Abschied von Leverkusen ist für ihn alles andere als ein Tabu-Thema. Offenbar reizt ihn vor allem die Premier League. Allerdings sei es auch "möglich", dass er über den Sommer hinaus bleibt.

Diese Frage gilt es dieser Tage zu beantworten. Die Ausgangslage ist klar: Leverkusen möchte den 22-Jährigen unbedingt halten und ist zurzeit auch nicht auf einen Verkauf angewiesen. Immerhin läuft sein Vertrag, der (für diesen Sommer) keine Ausstiegsklausel enthält, noch bis 2025. Interessenten, die um die Gunst des Spielers werben, gibt es selbstverständlich trotzdem.

Newcastle wendet sich von Diaby wegen Leverkusen-Forderung ab

Newcastle United galt bis dato als einer dieser Klubs. Der neureiche Verein aus England wollte den Offensivspieler für die neue Saison verpflichten. Der Telegraph sprach von einem Angebot von etwa 70 Millionen Euro. Der Bundesligist lehnte ab. Stattdessen soll die eigene Forderung bei etwa 100 Millionen Euro liegen.

Eine sehr üppige Summe, die als Grenze fungiert. Erst wenn ein Angebot nahe an diesen Betrag kommt, wird es Gedankenspiele bei der Werkself geben. Zugleich ist es eine hohe Mauer, die die Gefahr eines Transfers klein hält.

Die Magpies sollen sich laut Bild entsprechend aus dem Poker um Diaby zurückgezogen haben. Eine dreistellige Millionen-Summe wird man nicht bezahlen. Selbst eine größere Annäherung vom eigenen Angebot aus wäre nicht zu erwarten gewesen.

Moussa Diaby
Diaby soll Leverkusen weiterhin zum Erfolg führen / Jam Media/GettyImages

Gut für Leverkusen - immerhin gibt es für die nächste Saison große Ziele. Das hat die Vertragsverlängerung von Patrik Schick ebenso gezeigt wie die Verpflichtung von Adam Hlozek. Ein Ausrufezeichen, das frühzeitig gesetzt wurde. Diaby soll seinen Teil dazu beitragen, dass die neue Spielzeit nochmal erfolgreicher wird, als das vorige Jahr.

"Moussa ist ein wichtiger Baustein für uns, er ist sehr ambitioniert und die Champions League für ihn eine wunderbare Herausforderung", betonte Sportdirektor Simon Rolfes gegenüber der Bild.

Dass Newcastle ausgestiegen ist und sich nun anderweitig umsieht, wird für den Verein alles andere als eine schlechte Nachricht sein.


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