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Leistungsprinzip egal? Terzic kontert Akanjis Vorwürfe

Jan Kupitz
Manuel Akanji und Edin Terzic
Manuel Akanji und Edin Terzic / INA FASSBENDER/GettyImages
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Vor dem Wiedersehen mit dem BVB hat Manuel Akanji Anschuldigungen gegen seinen Ex-Klub erhoben. Edin Terzic versuchte die Wogen im Anschluss zu glätten.


Nur zwei Wochen nach seinem Wechsel zu Manchester City trifft Manuel Akanji in der Champions League schon wieder auf seinen Ex-Klub. Vor dem Duell mit Borussia Dortmund hatte der Schweizer allerdings einiges loszuwerden. "Es war keine einfache Zeit für mich", sagte Akanji gegenüber dem Blick über seine letzten Wochen in Dortmund, in denen er auf die Tribüne verfrachtet worden war. "Ich war ja Teil der Mannschaft und hatte einen laufenden Vertrag, war fokussiert und habe weiterhin Gas gegeben im Training. Aber das Leistungsprinzip zählte nicht mehr, ich saß auf der Tribüne, egal, wie gut ich trainierte."

Auch die Tatsache, dass man in Dortmund "Sachen über mich behauptet [hat], die einfach nicht stimmten", enttäuschte den Verteidiger. Damit meint Akanji insbesondere das liebe Gehalt, das ihm beim BVB angeblich nicht hoch genug war: "Es ging mir nie ums Geld. Ich fand es krass, dass mir das aus dem Nichts vorgeworfen wurde."

Terzic kann Vorwürfe nicht verstehen

BVB-Coach Edin Terzic reagierte auf der Pressekonferenz vor dem CL-Spiel bei Man City auf die Vorwürfe seines Ex-Schützlings. "Eigentlich ist alles einen ganz normalen Gang gegangen", konnte er die Aussagen des 27-Jährigen nicht verstehen. Da Akanji den Verantwortlichen mitgeteilt habe, dass er den Verein verlassen möchte, "haben wir die Entscheidung getroffen, zwei neue Innenverteidiger zu holen", erläuterte Terzic lapidar.

Anschließend baute der BVB-Coach lieber auf Mats Hummels, Niklas Süle und Nico Schlotterbeck. Dass Akanji in diesem Zuge nicht mehr spielen durfte, sei natürlich "keine leichte Situation" für beide Seiten gewesen, wusste Terzic.

Dennoch freue er sich für Akanji, dass dessen Wunsch in Erfüllung gegangen ist "und es mit dem Wechsel zu einem Top-Verein geklappt hat". "Wir freuen uns, ihn wieder zu sehen", versicherte Terzic vor dem Aufeinandertreffen.


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