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"Haben uns richtig gut verstanden": Terzic vor Wiedersehen mit Vorgänger Rose

Daniel Holfelder
Edin Terzic und Marco Rose kennen sich aus gemeinsamen BVB-Tagen
Edin Terzic und Marco Rose kennen sich aus gemeinsamen BVB-Tagen / INA FASSBENDER/GettyImages
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Marco Rose ist neuer Trainer von RB Leipzig - und trifft in seinem ersten Spiel ausgerechnet auf Ex-Klub Borussia Dortmund. Dort steht seit dieser Saison Edin Terzic an der Seitenlinie, der nicht nur Roses Nachfolger ist, sondern auch dessen Vorgänger war. Auf der Pressekonferenz vor der Partie bezog Terzic zum besonderen Wiedersehen am Samstag Stellung.


"Marco und ich haben uns von Tag eins an richtig gut verstanden", betonte Terzic (via WAZ), der während Roses Amtszeit als Technischer Direktor beim BVB tätig war. "Ursprünglich war der Plan, dass ich Marco als Co-Trainer assistiere. Wir waren sofort im Austausch über die Saisonvorbereitung. Er ist sehr eng, vertrauensvoll und häufig geblieben. Ich habe Marco in dieser Zeit nicht nur als herausragenden Trainer kennengelernt, sondern auch als tollen Typen."

Der BVB hatte unter Terzic den DFB-Pokal gewonnen, sich aber zuvor bereits mit Rose auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Den ursprünglichen Plan, Terzic als Co-Trainer zu installieren, verwarfen die Schwarzgelben daraufhin. Den Erfolgstrainer so eng an die Mannschaft zu binden, hätte Roses Autorität geschwächt, so die Überlegung der Dortmunder Bosse.

Das Vorhaben, mit Rose langfristig in die Zukunft zu gehen, scheiterte trotzdem nach bereits einem Jahr. Nun ist es erneut der Ur-Borusse Terzic, der im Signal Iduna Park die sportliche Verantwortung übernommen hat. Mit Blick auf das unerwartet rasche Wiedersehen am Samstag versucht der 39-Jährige, die Gemüter zu beruhigen.

"Inwieweit es uns helfen wird, dass wir uns gut kennen, wird man am Samstag sehen", erklärte Terzic, rief jedoch in Erinnerung: "Nicht wir beide stehen auf dem Platz. Es spielt ja nicht Marco Rose gegen Edin Terzic, sondern RB Leipzig gegen Borussia Dortmund."

BVB weiter mit Verletzungssorgen

Von der besonderen Trainerkonstellation abgesehen muss der BVB schon früh in der Saison zahlreiche Verletzungen kompensieren. Neben Mo Dahoud, Jamie Bynoe-Gittens (beide Schulter-OP), Sebastien Haller (Tumorerkrankung) und Mateu Morey (Knie-OP), die alle langfristig ausfallen, steht auch Stammtorwart Gregor Kobel, der bereits in der Champions League mit einem Muskelfaserriss passen musste, nicht zur Verfügung.

Darüber hinaus ist der Einsatz von Donyell Malen, Karim Adeyemi und Thorgan Hazard fraglich. "Donyell Malen und Karim Adeyemi steigern jeden Tag ihr Pensum, sie absolvieren Teile des Trainings. Es geht bei ihnen darum, wie hoch das Risiko wäre, dass sie sich wieder schwerer verletzen", schilderte Terzic den aktuellen Stand. "Ähnlich sieht es auch bei Thorgan Hazard aus. Das wird für Samstag eng werden."

Trotz der vielen Ausfälle bleibt Terzic optimistisch: "Es ist wichtig, dass wir gut durch die englischen Wochen bis zur WM kommen. Die Mannschaft wirkt sehr fit, sehr spritzig. Ich bin zuversichtlich, dass wir weiter dominant Fußball spielen können."


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