Bayern München

Leih-Abbruch im Winter? Gerüchte um Bayern-Abgang von Douglas Costa

Simon Zimmermann
Macht Douglas Costa schon wieder den Abflug?
Macht Douglas Costa schon wieder den Abflug? / Lars Baron/Getty Images
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Endet die Rückkehr von Douglas Costa zum FC Bayern nach nur einem halben Jahr? Die italienische Gazzetta dello Sport schreibt, dass die Leihe nach München vorzeitig abgebrochen werden könnte. Costa solle in dem Fall erneut verliehen werden - dieses Mal in die Premier League oder La Liga.

Costa kann Erwartungen nicht erfüllen

Fakt ist, der 30-jährige Brasilianer kam am Deadline-Day im Sommer nach München zurück, um den Bayern mehr tiefe im Kader zu verschaffen. Costa sollte eine willkommene Alternative auf dem Flügel für Coman, Gnabry und Sané darstellen. Nach knapp sechs Monaten muss man jedoch festhalten: Costa hilft den Bayern nicht weiter!

In der Bundesliga reichte es zwar zu neun Einsätzen (dreimal in der Startelf). Dabei erzielte Costa ein Tor und bereitete einen Treffer vor. Die Leistungen des Brasilianers waren aber überwiegend schwach. Ein deutliches Zeichen sendete Trainer Hansi Flick am Sonntag gegen Freiburg: Costa stand nicht im Spieltagskader, obwohl er fit war.

Was die Verantwortlichen Ende August noch nicht wussten: Jamal Musiala ist voll eingeschlagen. Der Youngster steht in der Gunst des Trainers deutlich vor Costa, kann sowohl in der Zentrale als auch auf dem Flügel auflaufen. Und vor allem: Musiala, obwohl erst 17-Jahre alt, liefert meist ab. Anders als Costa.

Jamal Musiala zeigt beeindruckende Leistungen
Jamal Musiala zeigt beeindruckende Leistungen / Alexander Hassenstein/Getty Images

Klar scheint schon jetzt: Spätestens am Saisonende werden sich die Wege erneut trennen. Zumal der FCB keine Kaufoption für Costa besitzt. Bei Juventus Turin steht der 31-fache Nationalspieler noch bis Sommer 2022 unter Vertrag. Rund sechs Millionen Euro soll er pro Saison kassieren - netto!

FIFA ändert Regularien: Erneute Costa-Leihe wäre möglich

Ein dickes Gehalt, dass den erneuten Leih-Plänen im Wege stehen könnte. Denn in Corona-Zeiten ist dies für jeden Klub ein stolzer Betrag. Warum so viel für einen Spieler investieren, der in den vergangenen Jahren häufig verletzt war und nur selten sein Potenzial abrufen konnte?

Übrigens, erlaubt wäre ein Wechsel. Auch wenn Costa damit in einer Saison für drei Klubs auflaufen würde. Eigentlich ist das den FIFA-Statuten gemäß nicht möglich. Im Zuge der Corona-Krise wurde diese Regelung allerdings gelockert.

Costa-Trennung im Winter eher unwahrscheinlich

Wie wahrscheinlich ist also ein Leih-Abbruch samt erneutem Vereinswechsel? Trotz aller Umstände eher unwahrscheinlich! Denn der Terminplan der Bayern bleibt vollgepackt, ohne Costa wäre eine mögliche Alternative nicht mehr vorhanden. Gibt man ihn ab, müsste man wohl erneut auf dem Transfermarkt reagieren. Schließlich sind auch Coman, Gnabry und Sané durchaus verletzungsanfällig. Und so wird Costa noch einige Monate Zeit haben, dass bislang sehr durchwachsene Bild zu korrigieren. Die ein oder andere Chance dürfte er fast schon zwangsläufig bekommen.

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