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Favoriten setzen sich durch - die englischen League-Cup-Partien im Überblick

Malte Henkevoß
Liverpools Keeper Kelleher hält den Elfmeter von Leicesters Bertrand.
Liverpools Keeper Kelleher hält den Elfmeter von Leicesters Bertrand. / Robbie Jay Barratt - AMA/GettyImages
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Unter der Woche stand in England der League Cup auf dem Programm. In den vier Viertelfinalspielen setzten sich ohne Ausnahme die Favoriten aus den Top Six durch. Das Halbfinale wird Anfang Januar bestritten. Wir werfen einen Blick auf die vier Spiele und verraten euch, wer sich durchgesetzt hat:


1. FC Arsenal - AFC Sunderland - 5:1

Ryan Pierse/GettyImages

Mit dem AFC Sunderland hatte Arsenal von den großen Klubs ziemlich sicher das leichteste Los. Der ehemalige Premier-League-Klub ist in der jüngeren Vergangenheit ziemlich abgestürzt, spielt aktuell nur noch in der dritthöchsten Spielklasse Englands.

Mikel Arteta rief für das Spiel gegen den Außenseiter zur Rotation auf, tauschte neunmal im Vergleich zum letzten Spiel gegen Leeds United. Die vielen Wechsel, zu denen auch der Einsatz von Bernd Leno im Tor der Gunners gehörte, taten dem Spiel von Arsenal aber nicht weh, mit einer überzeugenden Leistung wurde die Hürde Sunderland gemeistert.

Sunderland kam nach einem 2:0-Zwischenstand immerhin zum Anschlusstreffer und hatte in der 37. Minute gar eine große Chance auf den Ausgleich. In der zweiten Hälfte zog Arsenal allerdings das Tempo an und zeigte seine Klasse, sodass das Spiel letztlich eindeutig mit 5:1 endete.

2. FC Brentford - FC Chelsea - 0:2

Alex Pantling/GettyImages

Das Duell der beiden Premier-League-Klubs war ausgeglichener, als man es vom Namen her erwarten sollte. Chelsea tat sich äußerst lange schwer mit dem taffen Aufsteiger auf Brentford. Auch Thomas Tuchel nutzte die Gelegenheit des weniger wichtigen Wettbewerbs zu einigen Wechseln, insgesamt standen acht neue Leute im Vergleich zum Ligaspiel gegen Wolverhampton auf dem Platz.

Die Bees spielten zu Beginn durchaus ansehnliche Chancen heraus, Wissa köpfte nach zwölf Minuten frei aufs Tor, Keeper Kepa, der im Cup-Wettbewerb vor Edouard Mendy spielt, konnte den Ball jedoch halten. Auch eine zweite Großchance nach über einer halben Stunde konnte der baskische Torwart entschärfen.

In Hälfte zwei spielten die Blues bedeutend besser. Ohne alle drei deutschen Nationalspieler, dafür aber mit den eingewechselten Pulisic und Jorginho, begann Tuchels Team, mehr Druck aufzubauen - und schließlich in der 80. Minute die Führung zu erzwingen. Brentford-Verteidiger Jansson legte sich den Ball bei einem Klärungsversuch ins eigene Tor. Fünf Minuten später wurde Christian Pulisic vom spanischen Keeper Alvaro Fernandez im Strafraum gefällt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jorginho zum 2:0-Endstand.

3. Tottenham Hotspur - West Ham United - 2:1

Marc Atkins/GettyImages

Drei Tore innerhalb von fünf Minuten sorgten für eine actionreiche Sequenz zwischen der 29. und 34. Minute. Steven Bergwijn erzielte den ersten Treffer der Spurs, ehe Bowen für West Ham drei Minuten später den Ausgleich erzielte. Weitere zwei Minuten später waren es wiederum die Spurs, die diesmal durch Lucas Moura erneut in Führung gingen.

West Ham versuchte in der zweiten Halbzeit viel, um das Blatt noch zu wenden. Die letzte Großchance von Bowen in der Nachspielzeit fiel auf die Latte, sodass Tottenham letztlich der glückliche Sieger war.

4. FC Liverpool - Leicester City - 8:7 n.E.

Naomi Baker/GettyImages

Das mit Abstand aufregendste Viertelfinalspiel fand an der Anfield Road statt. Liverpool und Leicester lieferten sich einen heißen Kampf, der durch das Elfmeterschießen noch mal spannender wurde.

Dabei war das Team von Jürgen Klopp schnell im Nachteil, ein Doppelschlag von Jamie Vardy brachte die Hausherren schnell mit 0:2 ins Hintertreffen. Oxlade-Chamberlain verkürzte auf 1:2 bevor James Maddison noch vor der Pause wunderschön das 1:3 erzielte.

Klopp wechselte zur Pause dreimal, brachte vor allem den äußerst umtriebigen Diogo Jota, der die Reds mit seinem Tor in der 68. Minute wieder heranbrachte. Doch wie so oft benötigt es den dramatischen Moment in einem solchen Spitzenspiel, den Takumi Minamino in der 95. Minute mit dem 3:3-Ausgleich lieferte.

Da es im League Cup keine Verlängerung gibt, ging es anschließend direkt ins Elfmeterschießen. Und Leicester City machte den ersten Fehler - Luke Thomas scheiterte halbhoch an Kelleher. Spannend machte es erneut Minamino, der den vorentscheidenden Elfmeter an die Kante der Latte setzte. Weil Kelleher gegen Bertrand erneut halten konnte und Diogo Jota den nun letzten Elfmeter versenkte, steht Liverpool im Halbfinale des Ligapokals.

Halbfinalpartien des League Cup:

FC Arsenal - FC Liverpool

FC Chelsea - Tottenham Hotspur

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