Kylian Mbappes Gehalt bei Real Madrid im Vergleich zu Bellingham, Vinicius Jr. und Co

Kylian Mbappe wird ab der neuen Saison wohl für Real Madrid auf Torejagd gehen, laut verschiedenen Medienberichten ist der Deal beschlossene Sache. Doch welches Gehalt wird der Franzose bei den Königlichen bekommen? Und wie fällt es im Vergleich zu seinen Real-Kollegen aus?
Kylian Mbappe
Kylian Mbappe / Jean Catuffe/GettyImages
facebooktwitterreddit

Im Lager von Kylian Mbappe wimmelt es von hartgesottenen Verhandlungspartnern.

Mbappes Vater Wilfried lachte über die Versuche von Caen, sich die Dienste seines Sohnes zu sichern, als dieser 14 Jahre alt war, und spottete nach dem ersten Angebot, dass der Verein "einen Hai mit einer Angelrute fangen wollte".

Fayza Lamari, die gefürchtete Hälfte von Mbappes Elternteam, war nicht beeindruckt, als Chelsea ihrem Sohn 2011 ein zweites Probetraining anbot. Über den französischsprachigen Scout Daniel Boga teilte Lamari dem Chef der Jugendabteilung des Klubs, Jim Fraser, mit: "Wenn Sie ihn verpflichten wollen, dann tun Sie es jetzt. In fünf Jahren werden Sie ihn für 50 Millionen Pfund zurückholen." Boga hat in seiner Übersetzung die arrogante Warnung weggelassen.

Real Madrid, das neben Mbappes Eltern mit einer ganzen Flotte von Anwälten und Beratern zu kämpfen hatte, scheint aber endlich eine Lösung für die harten Verhandlungen gefunden und sich die Dienste des Superstars gesichert zu haben.

Es wird keine Ablösesumme fällig, da Mbappes Vertrag bei PSG im Sommer ausläuft, aber es gibt immer noch die kleine Angelegenheit seines Gehalts und seiner Antrittsprämie, die Madrid abdecken muss.

Hier ist der Deal, den Mbappes Team mit den spanischen Riesen aushandeln konnte.

Das bisherige Gehalt von Kylian Mbappe bei PSG

Die leidige Geschichte um Mbappes Vertragsstatus bei PSG zieht sich seit 2021 hin. In diesem Sommer äußerte sich der PSG-Vorsitzende Nasser Al-Khelaifi trotzig über Mbappes Zukunft. "Ich werde mich klar ausdrücken", erklärte er. "Mbappe wird in Paris bleiben. Wir werden ihn niemals verkaufen und er wird niemals ablösefrei gehen."

Al-Khelaifi war gezwungen, Mbappes Forderungen immer wieder nachzukommen, damit er sein Versprechen an die Fans einhalten kann. Real Madrid - und der Rest der Welt - dachten, sie hätten Mbappe im Sommer 2022 endlich aus Paris loseisen können.

Doch Mbappe ließ Florentino Perez damals überraschend hängen und stimmte einem neuen Vertrag bei PSG zu. Auf dem Trikot, das Mbappe zur Feier der Vertragsverlängerung hochhielt, stand zwar die Zahl 2025, aber es handelte sich in Wirklichkeit um einen Zweijahresvertrag mit einer Option für ein weiteres Jahr, die nur von Mbappe ausgeübt werden konnte.

Mbappe hat Gerüchte zurückgewiesen, dass sein neuer Vertrag ihm ein Mitspracherecht bei der Transferpolitik des Vereins einräumt, aber er hat auf jeden Fall ein stattliches Gehalt garantiert. Der 25-Jährige kassiert ein geschätztes Bruttojahresgehalt von 72 Millionen Euro! Dies ist mit Abstand das höchste Gehalt im europäischen Fußball, auch wenn es im Vergleich zu den Summen, die Cristiano Ronaldo in Saudi-Arabien erhält, immer noch verblasst.

Der saudische Spitzenklub Al Hilal hatte letzten Sommer ein rekordverdächtiges Angebot über 300 Millionen Euro für Mbappe abgegeben, als klar wurde, dass er seinen Vertrag bei PSG nicht verlängern würde. Mbappes Lager hat Berichten zufolge das ausgefallene Angebot abrupt abgelehnt, obwohl der Spieler angeblich 700 Millionen Euro pro Jahr (!!!) hätte verdienen können.


Das PSG-Gehalt, das Kylian Mbappe abgelehnt hat

Im Februar enthüllte 90min, dass das PSG-Angebot zur Vertragsverlängerung in etwa dem Gehalt von 70 Millionen Euro brutto pro Jahr entsprach, das er bereits zuvor bezog. Zudem war der Verein bereit, Mbappe rückwirkend die 80 Millionen Euro Treueprämie zu gewähren, auf die er im September verzichtet hatte.

Nachdem Mbappe die Avancen von Al Hilal abgelehnt hatte, schloss er mit PSG eine komplexe Vereinbarung, um sicherzustellen, dass der Klub durch seinen Abgang nicht in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Angesichts dieser Vereinbarung - die aus Mbappes eigener Tasche bezahlt wird - und des Gehalts, das er in Madrid erhalten wird, war Geld eindeutig nicht der entscheidende Faktor.


Das mutmaßliche Gehalt, das Mbappe bei Real Madrid bekommt

Als Mbappe seinen Vertrag bei PSG bis 2022 verlängerte, war das Handgeld von 100 Millionen Euro, das er kassiert haben soll, die höchste Einzelzahlung an einen Fußballer in der Geschichte des Sports. Real Madrid hat diese Summe mit einer Prämie von 150 Millionen Euro nun aber getoppt - der Betrag soll Mbappe über einen Fünfjahresvertrag zugeteilt werden (via BBC).

Mbappes vorgeschlagenes Grundgehalt von nur 15 Millionen Euro pro Jahr ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Angebot von 25 Millionen Euro, das Real Madrid 2022 gemacht hatte. Allerdings kann Mbappe einen Teil seiner Bildrechte behalten - ein Luxus, den sich nur wenige Spieler bei Real Madrid leisten können.


Mbappes Gehalt bei Real Madrid im Vergleich zu seinen Teamkollegen

Seitdem Real Madrid vor einem Jahrzehnt den Transfer von Neymar verpasst hat, hat der Klub ein großartiges Projekt ins Leben gerufen und den Kader fast unbemerkt mit einigen der talentiertesten Stars der Welt verstärkt.

In dieser Saison haben die Madrilenen die Verträge dieser jungen Stars systematisch verlängert, um sich vor der finanziellen Macht staatlicher Vereine (wie PSG) zu schützen.

Doch trotz der jüngsten Gehaltserhöhungen sind die Routiniers die bestbezahlten Spieler des Vereins. Toni Kroos und Luka Modric befinden sich beide im letzten Jahr ihrer lukrativen Verträge. Während Modric vor dem Abschied steht, könnte Kroos seinen bestehenden Vertrag verlängern. Selbst nach der Ankunft von Mbappe würde Kroos immer noch das höchste Grundgehalt im Verein beziehen.

Mbappe hat natürlich zusätzlich das Handgeld, das er anteilig jedes Jahr auf sein Jahresgehalt aufschlagen kann, aber ein so niedriger Grundbetrag - derselbe wie der von Torhüter Thibaut Courtois und weniger als der von Jude Bellingham - ist durchaus überraschend.

Spieler

Wochengehalt (ohne Boni)

Toni Kroos

470.000 Euro

David Alaba

430.000 Euro

Luka Modric

420.000 Euro

Vinicius Jr.

400.000 Euro

Jude Bellingham

400.000 Euro

Fede Valverde

315.000 Euro

Kylian Mbappe

290.000 Euro

Thibaut Courtois

290.000 Euro

Antonio Rüdiger

280.000 Euro

Aurelien Tchouameni

245.000 Euro

Eduardo Camavinga

245.000 Euro

Rodrygo

245.000 Euro

Dani Carvajal

200.000 Euro

Ferland Mendy

200.000 Euro

Dani Ceballos

200.000 Euro

Lucas Vazquez

175.000 Euro

Kepa

175.000 Euro

Nacho

160.000 Euro

Eder Militao

140.000 Euro

Brahim Diaz

140.000 Euro

Arda Güler

100.000 Euro

Joselu

50.000 Euro

Perez war von Mbappes dramatischer Kehrtwende im Jahr 2022 nicht begeistert, vor allem, nachdem er sein Interesse an dem Stürmer so deutlich bekundet hatte. Auch wenn sein Wunsch, die Saga endlich zu beenden, immer noch vorhanden ist, musste Perez einen Weg finden, die Verhandlungen zu "gewinnen".

Mbappes Eltern mögen furchterregende Feilscher sein, aber Perez ist eine ganz andere Sorte.


Weitere Real-News lesen:

feed