Kommentar zum Gladbacher Klassenerhalt: Art und Weise als Sinnbild für die ganze Saison

Die Art und Weise, wie Borussia Mönchengladbach den Klassenerhalt erreichte, passt als Sinnbild für die gesamte Saison: Das Allernötigste reicht für das Minimum - weil die anderen mitspielen. Ein Kommentar.
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach / Frederic Scheidemann/GettyImages
facebooktwitterreddit

Ein Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt hätte für einen versöhnlichen Saisonabschluss gesorgt und den Klassenerhalt - gänzlich unabhängig anderer Ergebnisse - auch rechnerisch perfekt gemacht.

Schlussendlich war das 1:1-Unentschieden wohl das perfekte Ergebnis, um die gesamte Saison von Borussia Mönchengladbach zu symbolisieren. Es passte einfach alles zusammen.

Angefangen beim Hergang des Gegentreffers, bei dem Nico Elvedi zuvor in einen Sekundenschlaf verfiel und somit überhaupt erst die Chance für die SGE einleitete. Ein Sinnbild für die fehlerbehaftete Spielzeit. Bis hin zur Tatsache, dass der Klassenerhalt trotzdem eingetütet wurde, weil andere Vereine eben noch schlechter waren.

So hat sich die Fohlenelf erst am vorletzten Spieltag in der Bundesliga gehalten, weil ausgerechnet der 1. FC Köln im Duell mit Union Berlin noch zu einem Last-Minute-Turnaround ansetzte. Auch hier das perfekte Sinnbild: Gladbach wurde nicht durch eigene Können gerettet, da erneut nicht gewonnen wurde - sondern weil andere Mannschaften einfach noch schlechter waren.

Somit bildete dieser 33. Spieltag diese Borussia-Saison sehr gut ab: Eigenständig wurde nur das Allernötigste geschafft und trotzdem reicht es irgendwie.

Zur nächsten Saison muss allerdings eine direkte Abkehr von diesem Prinzip erfolgen. Erfolgt kein positiver Entwicklungsschritt in die richtige Richtung, könnte der Abstiegskampf dieses Mal eine noch bedrohlichere Gestalt annehmen. Nicht umsonst bietet der nun letzte Spieltag noch die Gelegenheit, diese Saison zu einer historisch schlechten werden zu lassen.


Die wichtigsten Nachrichten rund um die EM 2024:

manual