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Klopp plant vier weitere Jahre Liverpool - Danach "mal ein Jahr lang nichts mehr machen"

Juergen Klopp
Jürgen Klopp ist schon jetzt eine Liverpool-Legende | DeFodi Images/Getty Images

Mit der Meisterschaft hat sich Jürgen Klopp auch ein Platz im Herzen der letzten Fans des FC Liverpool gesichert. Der beliebte Coach plant noch vier weitere Jahre bei den Reds, eher er sich nach etwas Pause sehnt. Anschließend könnte eine Nationalelf auch ein Thema werden...

Aufhören, wenn es am schönsten ist - so lautet das bekannte Sprichwort. Entweder Jürgen Klopp möchte sich diesem nach dem Gewinn der Champions League im letzten Jahr und der Meisterschaft in dieser Saison nicht unterwerfen oder er plant noch, beide Meilensteine zu kombinieren. "Vier Jahre Liverpool noch", erklärte er schließlich im Interview mit SWR Sport.

Klopp will Liverpool-Vertrag erfüllen und dann eine Pause einlegen

Damit würde der 53-Jährige seinen aktuellen Vertrag mit dem FC Liverpool erfüllen und sich anschließend vom Verein, den er in den bisherigen fünf Jahren lieben gelernt hat, verabschieden. Ein genauer Plan für die Zeit danach steht zwar noch nicht. Sicher sei aber, dass er "mal ein Jahr lang nichts mehr machen" wolle. Verständlich, nach dieser intensiven und auch für ihn neuen Erfahrung im Ausland.

Auch wenn Klopp mit Borussia Dortmund zweimal die Meisterschaft und den DFB-Pokal gewinnen konnte, so war der Trainerjob bei den Reds doch eine andere Erfahrung und Hausnummer - mit sehr viel Respekt vor dem BVB und seiner Zeit dort. Mittlerweile hat er den Klub und die Mannschaft so gut entwickeln und packen können, dass sie als Favorit auf den Premier-League-Sieg in die nächste Spielzeit gehen wird. Inzwischen muss sogar Manchester City mit Pep Guardiola auf Ausrutscher hoffen.

Jurgen Klopp, Pep Guardiola
Klopp und Guardiola - die großen Rivalen in der Premier League | Pool/Getty Images

Nach seiner Pause könne er dann machen "was ich will, worauf ich Bock habe", so Klopp weiter: "Vielleicht ein Verein, eine Nationalmannschaft oder gar nichts." Allerdings merkte der gebürtige Stuttgarter auch an, dass die Welt bis dahin "auch schon wieder ganz anders aussehen" könnte.

Das Thema Nationalmannschaft taucht immer mal wieder auf, wenn über Klopps weiteren Karriere-Verlauf gegrübelt wird. Als potenzieller Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw wird er bereits seit Längerem gehandelt, stets wird ihm eine etwaige gute Führung der Auswahl-Mannschaft propheziehen.

Klopp als Löw-Nachfolger für den DFB: Anderes Arbeiten mit dem Team als Reiz oder Nachteil?

Dass Klopp Spieler bis in die Haarspitzen motivieren kann, ist längst kein Geheimnis mehr. Auch Joel Matip erklärte gegenüber der Funke Mediengruppe zuletzt, er habe die Gabe, Mannschaften für ihn durchs Feuer gehen zu lassen. Wie er das anstellen würde, so der Innenverteidiger weiter, wisse er aber nicht genau.

Ziemlich sicher wäre "The Normal One" also jemand, der auch die deutsche Nationalelf wieder auf einen erfolgreichen Pfad führen könnte - ganz unabhängig vom gleichen Ziel, das Löw zurzeit vor Augen hat. Fraglich wäre es allerdings, ob ihm die Arbeit mit einer solchen Auswahl-Mannschaft wirklich liegen und vor allem auch Spaß machen würde.

Jurgen Klopp
Jürgen Klopp als DFB-Coach - das könnte passen | Clive Brunskill/Getty Images

Immerhin würde er seine Spieler als Team nur vergleichsweise selten sehen. Ihr eine Spielidee einzuimpfen, sie immer wieder weiter zu entwickeln, das wäre ein ganz anderer Aspekt als bei einem normalen Liga-Verein. Andererseits könnte man auch sagen, dass genau darin der Reiz liegen würde.

Deutschland wird so oder so wieder ein Thema für Klopp werden. Nach dem Karriereende wolle er "zum Leben definitiv" wieder zurückkehren - "sehr wahrscheinlich sogar nach Mainz". Dort würde seine Trainerkarriere den berühmten Bogen zum Anfang im Jahr 2001 schlagen.