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Klopp und Mourinho ätzen wegen City-Urteil: "Eine skandalöse Entscheidung"

Jose Mourinho, Jurgen Klopp
Auch Jürgen Klopp und Jose Mourinho sehen das City-Urteil kritisch | Laurence Griffiths/Getty Images

Das Urteil des CAS, die Champions-League-Sperre für Manchester City aufzuheben, hat für viel Kritik gesorgt. Auch innerhalb der Premier League gibt es kritische Stimmen - so haben sich u.a. Jürgen Klopp und Jose Mourinho deutlich und negativ geäußert.

Ein zweijähriger Ausschluss aus den internationalen Wettbewerben für Manchester City, das war eine im Februar große Meldung seitens der UEFA. In ihrer Klarheit überraschte sie die Fans des Sports, da der Verband wegen "schwerwiegender Verstöße" gegen das Regularium des Financial Fairplay (FFP) so hart urteilte. Vor dem internationalen Sportgerichtshof (CAS) wurde das Urteil nun aufgehoben.

Mourinho spricht von einem "Desaster": Geldstrafe trotz angeblicher Unschuld?

Was für viele Fans zwar nicht wirklich überraschend, aber dennoch unverständlich war, sorgt weiterhin für Kritik. Auch einige Größen im englischen Fußball selbst erheben ihre kritische Stimmen, so auch Jürgen Klopp und Jose Mourinho - wenn auch aus etwas unterschiedlichen Blickwinkeln.

Jose Mourinho
Jose Mourinho empfand das Urteil als "skandalös" | Richard Heathcote/Getty Images

Tottenham-Coach Mourinho erklärte auf der Pressekonferenz vor der nächsten Partie sein Unverständnis für diese Entscheidung, die auch mit einer zu zahlenden Geldstrafe für City einhergeht: "Wenn Manchester City nicht schuldig ist, denke ich, dass es nicht richtig ist, dass sie mit einer Geldstrafe belegt werden. Wenn du nicht schuldig bist, musst du nicht bestraft werden. Auf der anderen Seite: Wenn sie schuldig sind, müssen sie verbannt werden."

Die getroffene Entscheidung bezeichnete Mourinho als "ein Desaster" und als "skandalös". Seine Ausführungen zu dem Fall ergeben natürlich Sinn. Wofür wird die Geldstrafe fällig, wenn die Sky Blues sich keine Vorwürfe machen müssen? Ansonsten, doch im Schuldfall, wäre diese Strafe natürlich viel zu gering.

Klopp sieht FFP-Konzept nicht umgesetzt: "Kein guter Tag für den Fußball"

Jürgen Klopp, noch frischer Meistertrainer des FC Liverpool, scherzte zunächst. Er erklärte, er freue sich über diese Entscheidung, da City ohne die zusätzliche Belastung und mit mehr Regenerationszeit in der Liga nicht zu schlagen wäre.

Jurgen Klopp
Jürgen Klopp blickt mit Unverständnis auf das City-Urteil | Clive Brunskill/Getty Images

Dann wechselte er allerdings zum Ernst der Lage (via Sportbible): "Um ehrlich zu sein denke ich, dass der gestrige Tag kein guter Tag für den Fußball war. Schließlich ist das FFP-Konzept eine gute Idee. Es existiert, um Teams zu schützen und um die Wettbewerbe zu schützen. Das war die grundlegende Idee." Dadurch, so Klopp weiter, sollten Abläufe wie zu hohe Ausgabenüberschüsse gestoppt werden.

Vor einer Saison sei es wichtig zu wissen und zu klären, dass das Geld, was ausgegeben werden soll und kann, auch "aus den richtigen Quellen kommt", fügte der 53-Jährige hinzu. Ein gewisses Unverständnis war auch Klopp während seiner Erklärungen anzumerken - so wie es zahlreichen Fans und Anhängern des Sports ebenso geht.