BVB

Klartext nach Gegentoren: Kehl widerspricht Hummels

Jan Kupitz
Mats Hummels schimpft mit Marco Reus
Mats Hummels schimpft mit Marco Reus / Edith Geuppert - GES Sportfoto/GettyImages
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Nach der knappen 1:2-Niederlage gegen Manchester City war die Enttäuschung beim BVB groß - besonders bei Mats Hummels, der nach Abpfiff ein Wörtchen mit Marco Reus zu reden hatte.


Zwei späte Gegentore sorgten dafür, dass Borussia Dortmund die Überraschung bei Man City verpasste und trotz einer starken Vorstellung als Verlierer vom Platz ging. Lange Zeit hatte sich Schwarz-Gelb tapfer gegen das Star-Ensemble von Pep Guardiola gewehrt und nicht viele Chancen zugelassen.

Dass es am Ende zweimal klingelte, war wohl auch dem Kräfteverschleiß zuzuschreiben - und natürlich der immensen individuellen Qualität von Man City, die insbesondere beim 2:1 durch Erling Haaland zu sehen war. Mats Hummels war verständlicherweise frustriert und enttäuscht und schimpfte nach Abpfiff wie ein Rohrspatz mit Marco Reus. Die TV-Bilder zeigen allerdings, dass der BVB-Kapitän nicht viel auf die Worte seines Abwehrchefs gab und sich lieber mit Ex-Teamkollege Haaland unterhielt.

"Wir haben uns 80 Minuten lang aufgeopfert, hatten Man City genau dort, wo wir sie haben wollten. Und dann haben wir einfach zwei freie Bälle 20 Meter vorm Tor einfach zugelassen, anstatt 95 Minuten lang über die Grenze zu gehen", bemängelte Hummels nach Spielende bei DAZN - und meinte damit wohl auch Reus. "Es lag nicht an einer Systemumstellung, wir sind vor den Gegentoren einfach zu passiv geworden!"

Gemäß Angaben der Bild sollen die beiden BVB-Stars ohnehin nicht die besten Freunde sein und sich stattdessen meist aus dem Weg gehen.

Rückendeckung erhielten Reus und Co. von Sebastian Kehl, der Hummels' Aussagen widersprach. "In der 80. und 86. Minute wird man immer Momente haben, in denen man nicht immer rausschieben kann. Wir haben das über das ganze Spiel gut gemacht", betonte der Sportdirektor gegenüber der Bild, der aber immerhin Verständnis für Hummels zeigte: "Dass Mats am Ende frustriert ist, kann ich nachvollziehen, weil er ein sehr gutes Spiel gemacht hat. Am Ende ist er enttäuscht. Aber es gelingt halt nun mal nicht über 90 Minuten immer im richtigen Moment da zu sein, wo man muss."


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