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"Kehl Masterclass" lässt die Vorfreude bei BVB-Fans explodieren - Jetzt steht die nächste Bewährungsprobe an

Martin Bytomski
Hat die Euphorie zum BVB zurückgebracht: BVB-Manager Sebastian Kehl
Hat die Euphorie zum BVB zurückgebracht: BVB-Manager Sebastian Kehl / Matthias Hangst/GettyImages
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Sebastian Kehl gibt Vollgas: Mit dem so gut wie sicheren Transfer von Sébastien Haller hat der designierte Dortmunder Sportdirektor bereits sieben Einkaufe eingetütet, die teils begeistern. Jetzt gilt es für den Zorc-Nachfolger auch auf der Abgangsseite Erfolge zu erzielen.


In den sozialen Netzwerken ist aktuell in der BVB-Bubble häufig von "Kehl Masterclass" zu lesen. So bringen die Dortmunder Fans ihre Hochachtung vor den bisherigen Transfers des Manager-Novizen zum Ausdruck. Masterclass im übertragenen Sinne als Meisterstück. Denn die Vorfreude auf die neue Saison ist dank der Verpflichtungen von Niklas Süle, Karim Adeyemi, Nico Schlotterbeck und dem fast fixen Einkauf von Sébastien Haller bei der schwarzgelben Anhängerschaft riesig.

Dazu kommt mit Alexander Meyer und Marcel Lotka ein cleveres Duo für die Torhüterposition: Meyer ist erfahren und geht als klare Nummer zwei hinter Gregor Kobel in die Saison, Lotka sammelt Spielpraxis auf Profiniveau in der 3. Liga bei der U23. Außerdem dürfte mit Blick auf die Abgänge von Marwin Hitz und Roman Bürki eine Stange Gehalt eingespart werden.

Es ist gelungen, Tage vor dem Saisonstart und Wochen vor dem ersten Pflichtspiel eine Art Aufbruchsstimmung zu erzeugen. Die war nach den häufig ernüchternden Spielen der vergangenen Saison auch bitter nötig, viel Kredit war nicht mehr übrig. Auch die Stimmung im Stadion kippte zuletzt beim Saisonabschluss gegen Hertha BSC nach dem lustlosen Ballgeschiebe zur Halbzeit - ein gellendes Pfeifkonzert war die Folge.

Clevere Transfers - auch abseits des Platzes

Jetzt ist zumindest die Fantasie zurück, dass die Borussia unter dem neuen (alten) Herzenstrainer Edin Terzic den Rasen zum Glühen bringt und mit offensivem Hurra-Fußball begeistert. Und auch die Verpflichtungen von Terzic-Assistent Peter Hermann und Shad Forsythe als neuen "Head of Performance" machen Mut, dass der BVB nach vielen recht erfolgreichen, aber nur selten begeisternden Jahren wieder annähernd zur Klopp-Euphorie findet.

Doch für den gefeierten Sebastian Kehl waren die spannenden Einkäufe erst die halbe Miete. Jetzt gilt es für den einstigen Mittelfeldspieler, den Kader zu verschlanken und frisches Geld durch Einnahmen zu generieren. Namen, die zur Disposition stehen, gibt es einige. Für die Wackelkandidaten müssen zahlungskräftige Abnehmer gefunden werden und der für die Borussia maximal beste Ertrag erzielt werden. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich Kehl auf diesem Feld schlägt. Wird auch nach den Verkäufen von einer "Kehl Masterclass" gesprochen, könnte sogar wieder Spielraum für weitere Zugänge entstehen, die die Vorfreude weiter anheizen.


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