Erste Kandidatenliste: So läuft die Schalker Suche nach einem Sportchef

FC Schalke 04
FC Schalke 04 / Soccrates Images/GettyImages
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Für die neue Saison, unabhängig von der Ligazugehörigkeit, möchte der FC Schalke wieder auf einen Sportchef unter der Vorstandsebene zählen können. Es geht also um einen Nachfolger von Rouven Schröder, wenngleich der Begriff "Sportdirektor" ganz bewusst vermieden wird.

Seitdem sich Rouven Schröder im vergangenen Herbst urplötzlich dazu entschieden hat, den FC Schalke hinter sich zu lassen und dem Verein den Rücken zu kehren, ist die Rolle des Sportdirektors unbesetzt. Peter Knäbel als Sportvorstand hat, zusammen mit anderen Mitarbeitern aus dem Transfer- und Kaderplanungsbereich, diesen Aufgabenbereich interimsmäßig übernommen.

Doch damit soll zur neuen Saison Schluss sein. Aktuell wird die Suche nach einem neuen Verantwortlichen, der einen Platz zwischen Mannschaft und Vorstand einnimmt, weiter intensiviert.

Drei Kandidaten als 'Direktor Lizenz': Schalke sucht Schröder-Nachfolger

Der Sportbild zufolge soll es sich dabei aber explizit nicht um einen neuen Sportdirektor handeln. Es kann zwar durchaus von einem Schröder-Nachfolger gesprochen werden, doch wird es sich um einen sogenannten "Direktor Lizenz" handeln. Denn: Unter diesem Titel wird nur hinsichtlich der Profi-Mannschaft gearbeitet. Ein Sportdirektor wäre auch noch für den Jugendbereich und die Frauen-Abteilung zuständig.

Der Fokus soll jedoch ganz klar auf dem Profi-Team liegen. Das ist unabhängig vom Ausgang der aktuellen Saison geplant. Egal ob Bundesliga oder 2. Bundesliga: Es wird ein neuer Mitarbeiter für die Kaderplanung und die Transfers gesucht.

Dem Bericht nach gibt es auch eine aktuelle Kandidatenliste. Zwei der drei Namen wurden bereits über die letzten Jahre mit Schalke in Verbindung gebracht: Marcus Mann von Hannover 96 ist dahingehend ebenso ein Bekannter wie Benjamin Schmedes, der zuvor bei Osnabrück und nun bei Vitesse Arnheim aktiv ist. Der Dritte im Bunde ist Carsten Wehlmann, Sportlicher Leiter bei Darmstadt 98.

Benjamin Schmedes
Benjamin Schmedes / BSR Agency/GettyImages

Alle drei haben einen groben, gemeinsamen Hintergrund: Sie alle mussten in ihrer bisherigen Laufbahn aus wenig Geld versuchen, möglichst viel herauszuholen. Bei Königsblau wird das noch auf Jahre das notwendige Motto sein. Vor allem dann, wenn der Kader-Etat im Falle des Abstiegs wieder knapp halbiert werden müsste.

Von einem Favoriten oder aktuell laufenden Gesprächen ist seitens der Sportbild nichts zu hören. Allerdings wird noch angemerkt, dass Alexander Rosen, der die TSG Hoffenheim zum Saisonende verlassen wird, bei der Sportchef-Suche keine Rolle spielt.

Eine konkrete Aufgabe steht für den neuen Sportchef aber schon fest. Demnach soll die Anzahl an Leihspielern wieder deutlich reduziert werden. Aktuell unterhält der S04 im deutschen Profi-Fußball die meisten Leihspieler - aufgrund von finanziellen Nöten und Flickschusterei in der Mannschaftsplanung.