"Gibt eine Kampagne gegen sie" - Luis Enrique verteidigt Barça-Duo

Jan Kupitz
Luis Enrique
Luis Enrique / Marc Atkins/GettyImages
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Luis Enrique hat nach dem 1:1-Unentschieden zwischen Deutschland und Spanien seine Entscheidung, weiterhin auf das Barça-Duo Sergio Busquets und Jordi Alba zu setzen, verteidigt.


Der 34-jährige Busquets und der 33-jährige Alba wurden von Teilen der spanischen Medien kritisiert, die meinten, beide Akteure hätten ihre beste Zeit hinter sich und sollten zugunsten jüngerer Talente hintenan stehen.

Im Spiel gegen Deutschland standen sie jedoch erneut in der spanischen Startelf, und Alba bereitete das erste Tor von Alvaro Morata mit einer starken Flanke vor. Busquets war im Mittelfeld nicht so überzeugend, konnte sich aber zumindest häufiger gegen Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Ilkay Gündogan behaupten.

Nach dem Spiel sprach Enrique mit den Medien darüber, was er als "Kampagne" gegen die beiden empfindet, und meinte, dass die zwei Barça-Stars weiterhin wichtige Bestandteile einer ansonsten jungen spanischen Mannschaft seien.

"Alba ist ein Spieler auf höchstem Niveau - genau wie Busquets. Es gibt eine Kampagne gegen sie, aber das ist normal, denn die Leute sind der Veteranen überdrüssig", erklärte Enrique. "Ich bringe sie in der Nationalmannschaft, weil sie großartige Spieler sind. Alba ist der beste Außenverteidiger der Welt im letzten Drittel des Feldes."

Enrique schätzt beide Spieler so sehr, dass er zugab, beide überreden zu wollen, der Nationalmannschaft bis zur Weltmeisterschaft 2026, die in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen wird, erhalten zu bleiben.

"Alba ist wie Busquets, man versucht schon seit vielen Jahren, sie zu verdrängen", fügte er hinzu. "Ich hoffe, dass wir sie überzeugen können, weiterzumachen und eine weitere Weltmeisterschaft zu spielen."

Enriques Pläne mögen ein wenig phantasievoll sein, wenn man bedenkt, dass Alba bei der nächsten Weltmeisterschaft bereits 37 Jahre alt sein wird, aber er hat gegen Deutschland gezeigt, dass er immer noch Elemente in seinem Spiel hat, die auch Top-Gegnern Sorgen bereiten können.

Was Busquets betrifft, so scheint er eine Mentorenrolle für die jungen Barcelona-Kollegen Gavi und Pedri übernommen zu haben und eine ähnliche telepathische Beziehung zu entwickeln, wie er sie jahrelang mit Xavi und Andres Iniesta hatte.


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